Text-Bild-Ansicht Band 326

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bei der Auswertung der Versuche gezeigt, daß, wenn man die Gerade nach dem Spaltanfang zu verlängert, man am Eintritt in den Spalt einen geringeren Druckabfall erhält, als der Geschwindigkeit im Spalt entspricht.

Textabbildung Bd. 326, S. 106
Textabbildung Bd. 326, S. 106

Entweder mußte in der Vorkammer an der Meßstelle, die 10 mm vor dem Spaltanfang lag, schon eine gewisse Geschwindigkeit vorhanden sein, so daß nicht mehr die ganze Geschwindigkeitshöhe aufgebracht werden mußte, oder aber die Druckkurve verläuft am Anfang anders, Zuerst wurde in der Vorkammer am Deckel angebohrt, aber auch da war der Druck der gleiche wie an der Meßstelle 10 mm vor dem Spalt. Alsdann wurde untersucht, ob im ersten Teil des Spalts der Druckabfall ein anderer ist als im mittleren. Da zeigte es sich dann, daß der Druck kleiner war, und zwar strebte die Druckkurve so nach dem Spaltanfang, daß sie dort etwa um die Geschwindigkeitshöhe tiefer ist als an der Meßstelle der Vorkammer. Aus diesem Grunde wurde bei den Versuchsreihen bei der Auswertung der Druck, der um die Geschwindigkeitshöhe kleiner als der Vorkammerdruck ist, als der im Anfang des Spalts vorhandene betrachtet. Bei dem rotierenden Rade waren die Verhältnisse ähnlich, nur zeigte es sich, daß hier der Druckabfall im ersten Teil des Spalts noch geringer als beim ruhenden war.

In Fig. 36 und 37 sind die Ergebnisse des glatten Spalts bei rotierendem Rad aufgezeichnet. Bemerkt muß hier werden, daß, sobald man das Rad sich drehen ließ, der Druck in der Vorkammer infolge des sich bildenden Rotationsparaboloids stieg. Durch den Schieber wurde dann der Druck herabgedrosselt, bis wieder derselbe wie der beim ruhenden Rad vorhandene hergestellt war.

Textabbildung Bd. 326, S. 106

Es soll auch hier wieder die Gefälleaufteilung betrachtet werden. Wie früher ist

. . . . 6)

Wie wir gesehen haben, wird Ψ hier etwa gleich Null. Die Kontraktion macht sich hier nur durch Wirbelung geltend, was zur Folge hat, daß die Wandreibung nicht so zur Wirkung kommt wie im mittleren Teil des Spalts. Genaueres konnte hierüber nicht festgestellt werden.

Zur Bestimmung von hρ wurde der Druckverlauf im mittleren Teil des Spalts benutzt zwischen a und b (Fig. 35–37).

Nach der Logarithmen-Methode wurden die Exponenten k von w festgestellt (Fig. 38). Es ergibt sich für

n = 0 n = 750 n = 1100
k = 1,89 k = 1,31 k = 1,28
und ξ wird = 0,0154 = 0,0538 = 0,0666

wo ξ aus der Gleichung entnommen ist