Text-Bild-Ansicht Band 326

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Der hierdurch hervorgerufene Zahndruck PF ist dann

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also nur etwa ⅕ von P. Wird nun, wie es häufig geschieht, nur der Fahrwiderstand der Berechnung der Transmission zugrunde gelegt, so müßte sie viel zu schwach ausfallen. Dies haben die praktischen Erfahrungen mit derartigen Wellen denn auch bestätigt, aber, da man den wahren Sachverhalt nicht durchschaute, so ist die Folge einfach die gewesen, daß man die für solche Transmissionen zulässige Beanspruchung sehr weit herabsetzte. Rechnet man die obige Welle mit 250 kg/qcm, was als zulässig angegeben wird, so erfährt sie in Wahrheit eine Beanspruchung von etwa 1250 kg/qcm, die sie natürlich auch noch aushalten wird. Trotzdem ist eine solche falsche Berechnung zu verwerfen, weil man nämlich nie sicher ist, ob das hier gerade vorliegende Verhältnis 1 : 5 auch in anderen Fällen zutreffen wird.

Es mag noch darauf hingewiesen werden, daß die Berechnung der Transmission auf vereinigte Biegung und Verdrehung zu erfolgen hat, während die Abscherung vernachlässigt werden darf.

Das Eisenbahnwesen auf der Weltausstellung in Brüssel 1910.

Von Ingenieur A. Bucher, Tegel bei Berlin.

Lokomotiven.

(Fortsetzung von S. 216 d. Bd.)

Nr. 8–13. 2C-Vierlings-Heißdampf-Schnellzuglokomotive, Type 9, System „Flamme“, der Belgischen Staatsbahn, Betriebs-Nr. 4041–4046. (Fig. 84–85.)

Textabbildung Bd. 326, S. 226

Die Belgische Staatsbahn brachte ausschließlich Heißdampflokomotiven zur Schau. Von der Type 9, die zum Teil aus Lüttich und Mailand her schon bekannt ist.