Text-Bild-Ansicht Band 326

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hierbei kugelig gedreht und ruhen in besonderen federnden Einstellringen, so daß sich die Lager selbsttätig senkrecht zur Wellenachse einstellen können. Wäre die Welle länger, so müßten zwischen die beiden gez. Lager (Fig. 56) mehrere Lager mit Spannhülse (Fig. 57) (Ausführung von Malicet et Blin, Aubervilliers) gesetzt werden, deren äußere Laufringe verschiebbar wären. Dies Lager ist einteilig und die Schmierung erfolgt durch Tropföler; leichter zu montieren sind zweiteilige Lager nach Fig. 58 bis 60. Fig. 58 veranschaulicht eine Konstruktion der Peniger Maschinenfabrik mit Oelniveaustand und selbsthätiger Schmierung; der Kugelkäfig wirkt, ähnlich wie bei Ringschmierlagern der Schmierring, als Oelschöpfer und Oelverteiler. Das Lager von Fichtel & Sachs (Fig. 59) hat Kugelbewegung der Lagerschale und ist für glatte Wellen geeignet, während die Ausführung von Fischer in Schweinfurt (Fig. 60) für abgesetzte Wellen bestimmt ist.

Textabbildung Bd. 326, S. 310
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Gegen Eindringen von Staub und Austreten von Oel sind diese Lager durch sogen. Labyrinthdichtungen (Nuten mit eingelegten Filzringen) gesichert; in jenen Fällen, wo Austreten des Oeles aus den Lagern unter allen Umständen verhindert werden muß, z.B. bei Färbereimaschinen, sind nach der Bauart von Schäfer mehrfache Labyrinthdichtungen a, b (Fig. 61) und Oelabschleuderrillen c, d anzubringen. Wenn sich die Welle stets nach einer Richtung dreht, ist es auch vorteilhaft, die Rillen c, d als Gewindegänge auszubilden und die Gangrichtung derselben so anzuordnen, daß das anhaftende Oel stets nach der Lagermitte, dem Kugellager zu, geleitet wird. Wo doppelseitige Achsialdrücke auftreten und das Lager nach allen Richtungen hin beweglich sein muß, ist das Lager von Fichtel & Sachs (Fig. 62) mit vollkommener Kugelbewegung empfehlenswert, zwecks leichterer Revision und Montage ist dies Lager geteilt. Für stärkere Radialbelastungen kommen zweireihige Lager in Betracht; wir erwähnen hier nur das Lager der Schwedischen Kugellagerfabrik (Fig. 63) mit Selbsteinstellung und das Lager von Fischer (Fig. 64). Beide Lager sind geteilt und für durchgehende Wellen bestimmt; bemerkenswert sind in Fig. 64 die Labyrinthdichtung sowie die