Text-Bild-Ansicht Band 326

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Oelfangnuten mit Ablaßschrauben. Außer der doppelten Tragfähigkeit haben Lager mit zwei Laufringsystemen nach Fig. 65 (Hängelager der D. W. F.) auch den Vorteil, daß die Verwendung vorhandener Gleitlagerböcke nach Bauart Seilers möglich ist; es scheinen aber Lager mit einem zweireihigen Laufringsystem, wie Fig. 23 oder 63, dieselben Vorteile zu haben, außerdem ist der Platzbedarf geringer und der Preis niedriger.

Textabbildung Bd. 326, S. 311
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Wie verbreitet die Anwendung von Kugellagern im Transmissionsbau ist, erhellt aus der Tatsache, daß auch Schon Spezialkonstruktionen wie Fig. 66, Wandkonsollager mit geringer Maulweite von Gebr. Wetzet, Leipzig, und Halslager für senkrechte Wellen (Fig. 67) der Peniger Maschinenfabrik normalisiert in Serien von 5 zu 5 mm Wellendurchmesser hergestellt werden. Besonders geeignet sind Kugellager für die Losscheiben von Riemenantrieben usw., wo Gleitlager häufig warm laufen und viel Oel verbrauchen. So sehen wir in Fig. 68 eine sogen. Oelkammerkugellagerlaufbuchse von G. Polysius in Dessau, die aus zwei zu einem Oelbehälter verschraubten Muffen mit zwei Kugellaufringen besteht. Zwischen beiden Kugelringen wird ein mit Schöpfern versehener Stellring auf die Welle gesetzt, welcher die Laufbuchse gegen seitliches Verschieben sichert und das erforderliche Oel auf die Laufbahnen der Kugeln führt. Die Losscheibe wird entweder zweiteilig ausgeführt und auf die Laufbuchse aufgeklemmt oder bei einteiliger Ausführung mittels Flachkeil auf der Laufbuchse befestigt. Fig. 69 zeigt eine etwas andere Ausführung der Peniger Maschinenfabrik; hier ist die Nabe der Losscheibe zur Aufnahme der Kugellager ausgebildet, die inneren Laufringe sind durch Halterohre gestützt.

Textabbildung Bd. 326, S. 311
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Auch im Werkzeugmaschinenbau haben die Kugellager Eingang gefunden; besonders für schnellaufende Maschinen der Holzbearbeitung sowie Metallbohr-, Fräs- und Schleifmaschinen, neuerdings auch Drehbänken, wie die D. W. F. mitteilen. Fig. 70 stellt z.B. die Lagerung der Welle einer Kreissäge in zwei Spezialkugelstehlagern von Gebr. Wetzet, Leipzig, dar. Um die Baumaße der Stehlager denen der früher verwendeten Gleitlager möglichst anzu passen, sind zur Aufnahme des starken radialen Druckes anstelle eines großen Ringlagers in jedem Stehlagerjezwei kleine Ringlager ohne Spannhülse eingebaut. Für Abrichthobelmaschinen, wo große seitliche Drücke auftreten, wendet man eine Lagerung nach Fig. 71 von derselben Firma an. Das linke Stehlager ist zur gleichzeitigen Aufrahme des radialen und starken seitlichen Druckes ausgebildet,