Text-Bild-Ansicht Band 326

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während das andere Lager nur radialen Druck aufnimmt. Fig. 12 zeigt die Spindellagerung einer Metallbohrmaschine nach Ausführung der Kugellagerfabrik Wien, bei der besonders der kurze Bau bemerkenswert ist. Schäfer in Schweinfurt verwendet für senkrechte Bohr- und Fräsmaschinen eine Lagerung nach Fig. 73.

Textabbildung Bd. 326, S. 312

Die obere wagerechte Welle i ist mit einem Laufringlager f zur Aufnahme des radialen Druckes und mit einem Drucklager e zur Aufnahme des achsialen Kegelraddruckes versehen. Bei der senkrechten Welle nimmt das Drucklager b den Druck des Kegelrades c auf. Schmierung erfolgt für die obere Welle durch den Oeler g und für die senkrechte Welle nach Lösen der Schraube H. Nachstellbare Konuslager sind dort vorteilhaft anzuwenden, wo bei hohen Tourenzahlen und geringen Drücken unter allen Umständen die Lagerung sowohl radial, als auch achsial ohne jedes Spiel erfolgen muß, z.B. bei kleinen Schleifmaschinenspindeln und dergl. Jedoch ist auf peinlichste Sorgfalt bei Einstellen der Lager zu achten. In Fig. 74 sehen wir eine solche Lagerung von Schäfer & Cie.; der Außenring a des einen Konuslagers wird mittels Mutter b seitlich festgespannt. Die genaue Einstellung des Lagers bezw. des Außenringes f erfolgt durch entsprechendes Verdrehen der Stellmuttern c d; e ist eine Sicherungsmutter, die nach Justierung des Lagers fest angezogen wird.

Textabbildung Bd. 326, S. 312

(Fortsetzung folgt.)

Untersuchungen an Lamellensenksperrbremsen.

Von Dipl.-Ing. A. Bergmann.

(Fortsetzung von S. 298 d. Bd.)

13. Bremsdruck, hervorgerufen durch das Festhalten der Last beim Senken.

Beim Festhalten der Last nach vorhergehendem Senken ist das die Bremse festziehende Drehmoment aus gegangen von der Last

und den etwa auftretenden Massenkräften der Last und der mit ihr verbundenen rotierenden Massen, deren Drehmoment an der Bremse mit Mi bezeichnet sei. Dem Festziehen der Bremse widersetzen sich der Widerstand im Gewinde G = P r tg (α + φ) und die Reibungsmomente an den drei Flächenpaaren II, III, IV R2 + R3+ R4 = P μ. (ρ2 + ρ3 + p4) insgesamt also ein Moment

G + R2 +R3 + R4 = P [r tg (α + φ) + μ. (ρ2 + ρ3 + p4)].

Aus der Momentengleichung

ergibt sich der Bremsdruck während des Festhaltens der schwebenden Last nach vorhergehendem Senken zu

Dieser Bremsdruck kann sich zwischen zwei festen Grenzen bewegen, deren Bestimmung für den Konstrukteur genügt.

1. Die Last kommt so langsam zum Halten, daß Massenkräfte überhaupt nicht auftreten; dann wird

Mi = 0 und

. . . . . . . . 18)

2. Der Motorantrieb kommt augenblicklich zum Stillstand; dann erreichen, vorausgesetzt, daß vor dem Abstellen des Motors der Senkvorgang in normaler Weise unter konstantem Druck verlief, die Massenkräfte ihren größten Wert. Nimmt man fernerhin an, daß die einzelnen Windungen der Feder nicht zum Anliegen kommen, so läßt sich zur Berechnung des Bremsdruckes Gleichung 14 benutzen,

;

β = – r e1 tg α + A • B – A • b1 Pa ; δ = A • b1 • p;

;

b1=r tg (α + φ) + μ. (ρ2 + ρ3 + p4) .

Anfangsdruck Pa ist der mittlere Bremsdruck.

Die 5-Werte sind daher von der Stelle aus zu rechnen, für die der Bremsdruck

wird Die Anfangsgeschwindigkeit C (d. h- die seitliche Verschiebungsgeschwindigkeit der Bremswelle) ist entsprechend der mittleren Lastsenkgeschwindigkeit zu nehmen, nämlich