Text-Bild-Ansicht Band 326

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aller dieser Einrichtungen wird erst später in dem neu zu erbauenden Schalthause erfolgen.

Die Einrichtung des Maschinenhauses wird vervollständigt durch einen elektrisch betriebenen Laufkran von 45 t Tragfähigkeit. Dieser Kran, die Pumpen für den Oelumlauf in den Transformatoren und für Speisung des Hochbehälters, sowie der Hochspannungsölschalter werden mit Gleichstrom betrieben, welcher einem Wechselstrom-Gleichstrom-Umformer mit Akkumulatorenbatterie entnommen wird; der Batteriestrom dient auch zur Fremderregung der Erregermaschine des Stromerzeugers.

Textabbildung Bd. 326, S. 611

Bemerkenswert ist ferner die Energieübertragung zwischen dem Kraftwerk und dem Unterwerk in Bitterfeld. Zum ersten Male sind hier zwei Hochspannungskabel und eine Hochspannungsfreileitung für 60000 Volt Betriebsspannung verwendet; der Erfolg ist bisher hinter den Erwartungen nicht zurückgeblieben. Längs der Bahnstrecke Muldenstein-Bitterfeld sind die einpoligen Kabel in Kanälen aus Formsteinen verlegt; ebenfalls parallel zur Bahn läuft auch die Hochspannungsfreileitung, aus zwei Kupferseilen bestehend, die auf Isolatoren mit Metalldach, zum Teil auch an Hängeisolatoren befestigt worden sind. Ueber beiden Polen befindet sich eine Blitzschutzleitung. Kabel und Freileitung werden im Kraftwerk eingeschaltet durch selbsttätige Oelschalter mit Höchststromauslösung und Zeit-Anstellung, die mittels elektrischer Fernbetätigung von der Schalttafel aus eingelegt werden können.

Textabbildung Bd. 326, S. 611
Textabbildung Bd. 326, S. 611