Text-Bild-Ansicht Band 326

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verdreht. Eine weitere sehr glückliche Anordnung besteht darin, daß sämtliche Brennstoffpumpen zu einer einzigen vereinigt an das eine Ende der Maschine direkt neben den Regulator gelegt wurden. Dadurch machte sich auch eine Regulierwelle entbehrlich.

Textabbildung Bd. 326, S. 676

Die vielen Wellen durch und hinter den Steuersupporten mit ihren vielen, verhältnismäßig schlecht zugänglichen Lagerungen, die das Aussehen der Augsburger Mehrzylindermaschinen ein wenig beeinträchtigen, fallen also hier vollständig fort.

Interessant ist ferner die Kühlung der vom Kompressor erzeugten Preßluft. Die in der Niederdruckstufe verdichtete Luft wird nach einem in das Kastengestell eingebauten Zwischenkühler geleitet (Fig. 36 u. 40), von wo sie nach erfolgter Kühlung und Abscheidung des mitgerissenen Oeles dem Hochdruckteil der Luftpumpe zuströmt. Nach ihrer abermaligen Verdichtung passiert sie kein Kühlgefäß mehr, wie dies sonst üblich ist, sondern wird mittels einer wassergekühlten Hochdruckleitung den Luftflaschen zugeführt. Ueber Betriebsergebnisse dieser Maschinenart ist bisher wenig bekannt geworden.

Textabbildung Bd. 326, S. 676

Die Firma gibt an, daß der Brennstoffverbrauch ihrer Maschine etwa 180–190 g beträgt (U. H. W. 10000 K). Wenn die Maschine den Anforderungen des Dauerbetriebes ebensogut standhält wie dem Urteil des Fachmanns bezüglich ihrer Bauart und ihres Aussehens, so darf man der G. M. A. hohe Anerkennung für diese Leistung zollen.

(Fortsetzung folgt.)

ZUR THEORIE DES WASSERDAMPFES.

Von E. Wertheimer.

Inhaltsübersicht.

Eine neue Form der Zustandsgleichung, indem spezifisches Volumen und Uebersetzungsgrad (Abstand vom Kondensationspunkt) als unabhängige Variable gewählt werden. Formeln für wichtige thermodynamische Ausdrücke und Prozesse nach dieser Methode.

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Wir wollen im folgenden zwei Gleichungen für Wasserdampf aus der Erfahrung ableiten, nämlich

und

wo k eine Konstante ist. Die erste dieser Gleichungen drückt den Temperaturkoeffizienten der Spannung direkt durch die Sättigungsspannung aus, die zweite gibt eine Beziehung zwischen der spezifischen Wärme bei konstantem Volumen einerseits und der Dichte und Sättigungsspannung andererseits. Die zweite der Gleichungen steht offenbar mit der ersteren in innerem Zusammenhang.

Wir wollen uns auf den Nachweis beschränken, daß