Text-Bild-Ansicht Band 326

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Wasserfachmännern enthält. Hier findet man u.a. ein Modellhaus zur Anstellung von Versuchen über den Windeinfluß, das Modell eines Ofens mit selbstzufallendem Hahn, das Modell einer Dampfheizungsanlage, deren Kessel auch mit Generator- oder Leuchtgas geheizt werden kann als Ergänzung der Kohlenfeuerung während der Uebergangszeit, ferner Pläne über die Verwendung des Gases zum Heizen von Kirchen und zur zentralen Warmwasserversorgung von Häusern, und schließlich ein neues selbsthätiges Kalorimeter nach Prof. Junkers (Fig. 8) zur Bestimmung des Heizwertes von Gasen. Der Rat der Stadt Dresden zeigt in einem besonderen Schrank die aus 100 kg Steinkohle zu gewinnenden Produkte und verschiedene Sorten von festen Brennstoffen mit Angabe von Heizwert, Verkaufs- und Wärmepreis.

Textabbildung Bd. 326, S. 761

In der industriellen Abteilung werden von dem Mitteldeutschen Braunkohlensyndikat, Leipzig, verschiedene Arten von Braunkohle und Briketts, sowie die Destillationsprodukte der Braunkohle, nämlich Teer, Teeröle und Grudekoks ausgestellt. Weiter werden an betriebsfähigen Modellen die Luftdurchlässigkeit der Baumaterialien und die in geheizten Raumen auftretenden Druckverhältnisse zur Darstellung gebracht. Hieran schließen sich an Ventilatoren, Dachentlüfter, Luftfilter, Meßapparate usw. Hervorragend ist die Sammelausstellung des Verbandes deutscher Zentralheizungs-Industrieller, e. V., Berlin, die die einzelnen Systeme der Zentralheizung, Kessel, Radiatoren und sämtliche Hilfsapparate in den verschiedensten Ausführungen, sei es für Einfamilienhäuser, sei es für ganze Gebäudekomplexe, umfaßt. In einem Kellerraum ist ein Fernheizungskanal in natürlicher Größe mit allen zugehörigen Leitungen eingebaut worden. Aus der Zahl der Modelle seien die der Heizungs- und Lüftungsanlagen im Kurhaus zu Wiesbaden und im Neubau des Deutschen Museums zu München genannt. Als Gegenstück zu dieser Ausstellung hat der Töpfer- und Ofensetzerverband ebenfalls eine Sammelausstellung veranstaltet, die den alten Kachelofen in seinen verschiedenen Formen vorführt und die erkennen läßt, daß man auch auf diesem Gebiet die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung nutzbringend verwertet hat. Neben den zahlreichen Konstruktionen von Gasöfen zum Heizen sowie zum Kochen, Backen und Braten interessieren besonders die Gasbadeöfen und die Gasapparate zur Warmwasserversorgung einzelner Raume wie ganzer Häuser. Bei jenen finden wir durch weg zwangläufige Sicherheitsvorrichtungen, die das Anzünden des Brenners erst nach dem Oeffnen der Wasserleitung ermöglichen, während bei den meisten Warmwasserapparaten die Einrichtung getroffen ist, daß sich das Gas selbsttätig entzündet, sobald an irgend einer Stelle im Hause der Hahn der Wasserleitung geöffnet wird. Umgekehrt erlischt das Gas bis auf eine kleine Zündflamme, sobald die Wasserleitung wieder geschlossen wird. Auch diese Vorrichtung gewährt einen wirksamen Schutz gegen Beschädigungen der Apparate und Unfälle, wie sie früher gelegentlich durch falsche Handhabung vorgekommen sind, doch ist es ein Nachteil, daß bei Entnahme von Wasser an einer entfernten Zapfstelle (z.B. im zweiten Stock eines Hauses, in dem der Heizapparat im Keller aufgestellt ist) erst das ganze in der Zwischenleitung noch vorhandene Wasser ausfließen muß, ehe warmes Wasser zu der Zapfstelle gelangen kann. Es sind hier vertreten die Firmen F. Butzke & Co., A.-G., Berlin, Zentralwerkstatt Dessau, Eisenwerk G. Meurer, A.-G., Cossebaude bei Dresden, Fr. Siemens, Dresden, u.a.

(Fortsetzung folgt.)

DER LOKOMOTIVBAU AUF DER INTERNATIONALEN INDUSTRIE- UND GEWERBE-AUSSTELLUNG IN TURIN.

Von Schwickart, Ingenieur in Cöln- Kalk.

(Fortsetzung von S. 744 d. Bd.)

6. 0–C–0 Tenderlokomotive der italienischen Staatsbahn (Hannoversche Maschinenbau-Aktiengesellschaft vorm. Egestorff, Hannover-Linden).

Diese im Charakter mehr einer Nebenbahn entsprechende Lokomotive wird zur Beförderung von Personenzügen bei 70 km/Std. benutzt. Der Raddurchmesser ist deshalb mit 1520 mm angenommen. Die Ausführung