Text-Bild-Ansicht Band 327

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unterworfen werden, bei der die zulässige Tourenzahl um 20 v. H. überschritten werden sollte. Zu diesem Zweck und um den Wagenmotor u.s.f. verwenden zu können, wurde ein besonderer Schleuderkasten gebaut, in welchen der betreffende Propeller eingefahren wurde. Durch kräftige Bohlen und eine ½ m dicke Sandschicht wurde ein allseitig geschlossener Raum geschaffen, der etwa abfliegende Flügel schadlos aufnehmen konnte und die Arbeit leicht vernichtete. Diese Einrichtung hat sich nicht vollständig bewährt, der starke Schleuderkasten schützte beim Auseinanderfliegen das Personal und die Umgebung zwar absolut, aber Schrauben, die die Schleuderprobe mit Erfolg bestanden hatten, rissen zuweilen in der Fahrt auseinander, und zwar lag der Grund darin, daß die Erhöhung der Tourenzahl mit dem gleichen Motor nur durch völlige Einkapselung des Propellers möglich wurde, d.h. daß derselbe nur durch Zentrifugalkräfte, nicht aber durch gleichzeitige Schubkräfte beansprucht wurde. Für die Prüfung in der Fahrt muß aber in Anbetracht der Sicherheit des Personals gute statische und dynamische Ausbalanzierung, sowie genügende Zuverlässigkeit gegen Auseinanderreißen unbedingt gefordert werden. Es würde sich daher empfehlen, auf einem einfachen Bock mittels Riemenantrieb durch starken Motor den Propeller unter angenäherter Kontrolle des Schubes mit vielleicht 15 bis 20 v. H. Ueberlastung anzutreiben. Drei bis vier in Abständen von je 100 mm voneinander angebrachte Schutzringe von grobmaschigem Drahtnetz, weich aufgehängt, bieten einen hervorragenden und billigen Schutz beim Zerreißen.

(Fortsetzung folgt.)

DIE ELEKTRISCHE SCHWEISSUNG IM WERKSTATTBETRIEB.

Von Diplomingenieur A. Strauß, Charlottenburg.

(Schluß von S. 503 d. Bd.)

Textabbildung Bd. 327, S. 521

Eine Stumpfschweißmaschine, bei der noch die charakteristischen Formen der Drahtschweißmaschine deutlich erkennbar sind, ist in Fig. 7 dargestellt; bei der Maschine wird der Schweißdruck von Hand ausgeübt. Eine andere kleine Maschine gibt Fig. 9 wieder, die auch einige auf der Maschine geschweißte Ringe usw. zeigt. Ueberhaupt hat die elektrische Schweißung für Radreifen, Felgen usw. sich mit bestem Erfolge eingeführt, besonders auch in Anbetracht der hohen Festigkeit, die praktisch derjenigen des ungeschweißten Materials gleichwertig ist. Eine ebenfalls solchen Zwecken dienende kleinere Maschine, jedoch für Kraftbetrieb und mit selbsttätiger Stromauslösung ist in Fig. 8 dargestellt; die Maschine ist bis 8 KW Leistung und für Querschnitte bis zu 100 qmm bei Reifendurchmessern von 150 bis 1000 mm gebaut, Für größere Leistungen eignet sich die Maschine Fig. 10. Maschine Fig. 11, deren Klammern hydraulisch betätigt werden, leistet gar 150 KW und dürfte für die größten in der Praxis vorkommenden Schweißquerschnitte genügen.

Textabbildung Bd. 327, S. 521

Es muß hier gesagt werden, daß der Verbrauch in KW/Std. mit den Querschnitten steigt, und zwar in stärkerem Maße als die Querschnitte selbst. Fig. 12 gibt den typischen Zusammenhang zwischen Querschnitt und Stromverbrauch, Schweißdauer, Energieverbrauch. Auch der spezifische Verbrauch ist verzeichnet. Die Erhöhung des spezifischen Verbrauches an Energie bei größeren Querschnitten dürfte in der Hauptsache auf die längere Schweißdauer zurückzuführen sein, die zur Folge hat, daß die Wärme sich der Umgebung mehr mitteilt und