Text-Bild-Ansicht Band 330

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Kammerunterteiles durch einen sich über die ganze Rostbreite erstreckenden Gußschuh vorgesehen hat, dessen Ausführung ihr ebenfalls gesetzlich geschützt ist, wird dieser auch jetzt noch der größeren Sicherheit wegen angewendet.

Textabbildung Bd. 330, S. 397

Die vorhandenen Einrichtungen gestatten das Biegen von Kammerblechen bis zu 4 m Breite, wodurch es möglich wird, bei Anordnung von zwei Oberkesseln Heizflächen von 800 m2 in der neuen Kammerausführung herzustellen.

Textabbildung Bd. 330, S. 397

Die Abb. 3 und 4 zeigen Aufnahmen aus dem Piedboeufschen Werk mit Kammern der neuen Bauart; in dieser Ausführung befindet sich zurzeit eine Gesamtheizfläche von 5000 m2 in Arbeit.

Eine Mahnung zur Erhaltung alter kupferner Gegenstände, die technisches oder kulturhistorisches Interesse besitzen. Zurzeit werden beträchtliche Mengen an kupfernem und messingenem Haus- und Küchengerät gesammelt, das für Kriegszwecke Verwendung finden soll. Der beabsichtigte gute Zweck wird mit der Hergabe von Waschkesseln, Kasserollen und ähnlichen Kupfergeräten in Handelswaren gewiß erreicht. Höchst bedauerlich wäre es, wenn eigenartige alte Kupfergeräte, die besondere Ausführungsweisen oder seltene alte Formen zeigen, ebenfallsdem Schmelztigel verfallen sollten. Da übrigens solche alten Kupfergegenstände fast durchweg in dünnwandigem Material hergestellt sind, also meist ein sehr geringes Kupfergewicht besitzen, so wäre ihr Nutzen als Schmelzgut verschwindend klein. Es ist sicher, daß durch ein wahlloses Einschmelzen solcher kupfernen Sammelgeräte viele schöne Stücke für immer verloren wären, die häufig seit Menschenaltern als unveräußerlicher Familienschatz aufs sorgsamste gehütet wurden und im kulturhistorischen, bisweilen auch im technischen Sinne einen geradezu unersetzlichen Wert aufweisen. Wie spärlich solch kupferner Zierrat aus dem Hause unserer Vorväter überhaupt nur noch vorhanden ist, wie z.B. die Salzmetze, das Zahlbrett, der Handscherben, die Wassergölte, die Salatschwinge usw., das hat die Ausstellung 1914 in Hannover bei Gelegenheit des 25-jährigen Jubiläums des Vereins deutscher Kupferschmiedereien aufs deutlichste gezeigt.

Die Mahnung zur Erhaltung gilt ferner solchen Kupfergeräten, die schöne alte Meisterstücke darstellen, sei es, daß sie in einer schwierigen Arbeitstechnik ausgeführt sind, oder irgend alte Handwerkstüchtigkeit oder technische Besonderheiten nachweisen. Hierher gehören auch manche sorgsam ausgeführten kupfernen Modelle alter Apparateformen aus der Brennerei, Zuckerfabrik usw. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß auch der Metallwert solcher Stücke verschwindend gering ist, gegenüber dem hohen geschichtlichen bzw. technischen oder kulturellen Wert, welcher der Nachwelt verloren ginge, wenn nicht rechtzeitig eine Auslese gehalten würde.

Die Beschlagnahmeverordnungen geben für die wünschenswerte Sonderbehandlung der erwähnten Kupfergeräte keinen Anhalt, wohl aber sind durch die Ausführungsbestimmungen fast durchweg Kunstgegenstände für beschlagnahmefrei erklärt worden. Die mit der Einsammlung der Bestände beauftragten Kommunalverbände und Gemeindebehörden haben denn auch bereits vielfach in dankenswerter Weise die Hausgeräte von Kunst- oder sogenanntem Liebhaberwert nicht zu den beschlagnahmten Gegenständen gerechnet.

Es ist nun dringend zu wünschen, daß die zuständigen Behörden und Sachverständigen überall die Kupfergeräte von besonderer Bedeutung für Kunst, Technik oder deren Entwicklung – als beschagnahmefrei bezeichnen und danach behandeln. (Aus den Mitteilungen des Vereins der Kupferschmiedereien Deutschlands.)

Von der Maschinen- und Armaturenfabrik vormals Klein, Schanzlin & Becker in Frankenthal (Pfalz) wird soeben ein neuer Sonderkatalog über „K. S. B.-Kompressoren herausgegeben. Der geschmackvoll ausgeführte Katalog enthält eine durch zahlreiche Abbildungen unterstützte Beschreibung der verschiedenen Modelle von K. S. B.-Ventil- und Schieberkompressoren für stehende und liegende, ein- und mehrstufige Ausführung. Ernsthaften Interessenten steht die Drucksache gerne zur Verfügung.