Text-Bild-Ansicht Band 339

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Abdampf aus den Zylindern wird noch in einer N. D. Turbine ausgenutzt, die zum Antrieb der Turbo-Spülpumpe dient, worauf der Abdampf in einen Kondensator geleitet wird. (Engineering 1923, S. 639.)

W.

Transportschiff mit dieselelektrischem Antrieb. Das Frucht-Transportschiff „La Playa“ für eine Bostoner Firma ist mit einer solchen Maschinenanlage ausgerüstet worden. Die Anschaffungskosten derselben und der Schmierölverbrauch sind größer als bei einer entsprechenden Dampfmaschinenanlage. Trotzdem bietet der dieselelektrische Antrieb für einen solchen Frachtdampfer große Vorzüge, da ein Gewinn an Laderaum gegenüber einem Dampfschiff erzielt wird.

Die vier Dynamos mit 220 V Spannung befinden sich mittschiffs, während die Antriebsmaschine von 2500 PSe möglichst nahe an der Schiffsschraube angeordnet ist. Bei 95 Umdrehungen werden 14 Kn. erreicht. Das Schiff braucht täglich 13,5 t Treiböl, während ein Schwesterschiff mit Dampfmaschinenanlage und Kesseln mit Oelfeuerung 32 t täglich verbraucht. (The Engineer 1923, 19. Oktober.)

W.

Kohlenförderung und Kohlenausfuhr der Vereinigten Staaten in den Jahren 1921 und 1922. Die geologische Landesanstalt zu Washington veröffentlichte über die Kohlengewinnung des Landes in den letzten beiden Jahren die folgende Uebersicht:

Kohlenförderung der Vereinigten Staaten.


Staat
1921
short tons
1922
short tons
Pennsylvanien
West-Virginien
Illinois
Kentucky
Ohio
Indiana
Alabama
Virginien
Colorado
Wyoming
Utah
Iowa
Tennessee
Kansas
Neu-Mexiko
Oklahoma
Missouri
Washington
Montana
Nord-Dakota
Maryland
Texas
Arkansas
Michigan

Georgien
Californien
Süd-Dakota
116013942
72786996
69602763
31588270
31942776
20319509
12568899
7492378
9122760
7200666
4078784
4531392
4460326
3466641
2453482
3362623
3551621
2428722
2733958
864903
1827740
972839
1227777
1141715

33815
38845
7553
104950000
81000000
59100000
40100000
26500000
17330000
16100000
11120000
10005000
9096000
4864000
4600000
4600000
3100000
3100000
2800000
2700000
2400000
2400000
1180000
1100000
1000000
950000
940000


11000
Zusammen:
Weichkohle
Hartkohle (Anthrazit)

415921950
90473451

407894000
52485000
Gesamtgewinnung
in short tons zu 907 kg

506395401

460379000

Danach sind an Weichkohle im letzten Jahre 407,9 Mill. sh. tons, das sind 8 Mill. sh. tons oder 1,93 % weniger gewonnen worden als im Jahre 1921. Weit größer war jedoch der Ausfall an Hartkohle, da gerade der Anthrazitkohlenbergbau, 1922 in seiner ganzen Ausdehnung von einem mehrmonatigen Ausstand erfaßt wurde, während sich dieser nur auf einen Teil der Weichkohlengruben erstreckt hatte. An Anthrazit wurden im letzten Jahre nur 52,5 Mill. t gefördert, dagegen betrug 1921 die Förderung 90,5 Mill. t Hartkohle. Es ergibt sich somit für 1922 gegenüber dem Jahre vorher eine Abnahme um rd. 38 Mill. t oder 41,99 %. – Auch die Gesamtkohlengewinnung der Vereinigten Staaten verzeichnet im letzten Jahr einen Rückgang, von 506,4 Mill. t auf 460,4 Mill. t, das sind 46 Mill. t oder 9,09 % weniger. Die Abnahme der Weichkohlenförderung ist besonders stark in Pennsylvanien (–11,1 Mill. t), Illinois (–10,5 Mill. t), Ohio (– 5,4 Mill. t) und in Indiana (– 3 Mill. t). Doch steht diesem Rückgang der Weichkohlenförderung dagegen in manchen anderen Staaten eine erhebliche Zunahme gegenüber, so besonders in denjenigen Staaten, die vom Ausstand völlig verschont geblieben sind. So hat Kentucky eine Mehrförderung von 8,5 Mill. t, West-Virginia plus 8,2, Virginien plus 3,6 und Alabama plus 3,5 Mill. t Mehrförderung in 1922 genüber 1921.

Infolge des langandauernden Bergarbeiterausstandes ging die Kohlenausfuhr der Vereinigten Staaten im Jahre 1922 sehr stark zurück. Wie die folgende Uebersicht erkennen läßt, ermäßigte sich der Versand von Anthrazit, also Hartkohle von 4,2 auf 2,4 Mill. t, das sind 1,8 Mill. t oder 43,37 % weniger gegenüber dem Jahre 1921. Ebenso wies der Export von Weichkohle einen Rückschlag in 1922 auf, nämlich von 20,7 Mill. auf 11,1 Mill. t. – Dagegen nahm die Ausfuhr der Vereinigten Staaten an Koks um 183000 t zu. Hatte das Jahr 1921 gar keine Ausfuhr an Briketts zu verzeichnen, so wurden im Jahre 1922 6300 t Preßkohlen ausgeführt. – Mit Ausnahme von Westindien („übriges Westindien“ der folg. Uebersicht) weisen alle Länder ein Minus an amerikanischer Kohlenzufuhr auf. Der Minderversand an Anthrazit in 1922 entfiel fast gänzlich auf Kanada, das für sich allein 97,11 % der Hartkohlenausfuhr in Anspruch nahm. Im Empfang von Weichkohle dagegen zeigen die größten Ausfälle, neben Kanada – 2,3 Mill. t noch Italien (– 1,4 Mill. t), Frankreich (– 596000 t), Holland (– 332000 t), sowie ferner das „übrige“ Europa (– 2,4 Mill. t). Sehr beträchtlich sind auch die Mindermengen, welche nach den südamerikanischen Bezugsländern sich ergeben. So erhielten Argentinien (– 674000 t), Brasilien (– 375000 t) und Chile (– 104000 t) bedeutend weniger als im Jahre vorher.

Kohlenausfuhr der Vereinigten Staaten in long tons.


1921

1922
± 1922
gegen 1921
Hartkohle (Anthrazit)
Kanada
Andere Länder

4035014
141207

2296830
68357

– 1738184
– 72850
Zusammen long tons 4176221 2365187 – 1811034
Weichkohle
Frankreich
Italien
Holland
Uebriges Europa
Kanada
Panama
Mexiko
Brit-Westindien
Kuba
Uebriges Westindien
Argentinien
Brasilien
Chile
Uruguay
Aegypten
Französisch-Afrika
Andere Länder

607531
1549460
334090
2433391
11961405
222829
172211
106525
524572
100256
752636
527225
150844
88390
476200
182809
462453

12012
124083
2537
13972
9675320
104458
91056
90586
463858
103918
78971
152133
46916

52118
27224
43950

– 595519
– 1425377
– 331553
– 2419419
– 2286085
– 118371
– 81155
– 15939
– 60714
+ 3662
– 673665
– 375092
– 103928
– 88390
– 424082
– 155585
– 418503
Zusammen
Weichkohle long tons

20652827

11083112

– 9569715
Ferner: Koks
Preßkohle
273888
456733
6300
+ 182845
+ 6300

(Glückauf 1923, Nr. 31.)

Si.