Text-Bild-Ansicht Band 334

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Düsen mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 18 m/sek aus, und zwar 2,7 m3/min. Die Luftgeschwindigkeit in 500 mm Abstand von der Schlitzmündung beträgt noch 15 m/sek, in 1000 mm Abstand noch 7,9 m/sek. Ein Ventilator liefert die Luft für 24 Arbeitstüren und verbraucht bei einer Luftmenge von 65 m3/min und einem Gesamtdruck von 465 mm W.-S. 9 kW.

Arbeiterschränke aus Schlackenbeton hat (nach „Stahl und Eisen“ Heft 38) die Georgsmarienhütte mit gutem Erfolge hergestellt. Die Schränke werden billiger als hölzerne, sie sind nicht brennbar, nicht leicht zu erbrechen, leicht zu reinigen, es findet sich kein Ungeziefer darin.

Messung des Durchmessers sehr feiner Drähte. Ein einfaches Verfahren zur Messung des Durchmessers sehr feiner Drähte gibt „Technik und Industrie“ an: Der zu messende Draht wird in zahlreichen, dicht aneinander liegenden Windungen auf einen Stab (z.B. Bleistift) beliebigen Durchmessers gewickelt, die bewickelte Länge des Stabes dividiert durch die Windungszahl ergibt mit großer Genauigkeit den Drahtdurchmesser.

Zur ungefähren Ermittelung des Durchmessers von Drähten, die nicht unmittelbar zugänglich sind, wie z.B. die Schmelzdrähte elektrischer Sicherungen, bringt die Firma Gebr. Ruhstrat in Göttingen einen kleinen Apparat auf den Markt. Wenn man zwei gleich starke Drähte kreuzweise übereinander legt, so erblickt man an der Kreuzungsstelle ein Quadrat, ist der. Durchmesser nicht der gleiche, so ergibt sich ein Rechteck. Das Auge ist für diesen Unterschied recht empfindlich. Der genannte Dickenmesser besteht demgemäß aus einer Fassung, die auf einer Seite eine Lupe, auf der anderen mehrere Vergleichsdrähte bekannten Durchmessers trägt. Auch kann eine Glasplatte mit einem konischen Streifen eingesetzt werden, der über dem zu messenden Drahte solange verschoben wird, bis die Kreuzung ein Quadrat ergibt. Aus der Stellung, die der Apparat dann hat, kann der Durchmesser des Drahtes auf 1/10 genau ermittelt werden.

Anpressen von Wülsten an Röhrchen. Ein Verfahren zum Anpressen von Wülsten an Röhrchen als Anschlag, zum Befestigen der Röhrchen in Scheiben, zum Festhalten eines aufgeschobenen Schlauches usw. gibt die „Z. für Maschinenbau“ vom 30. Juni an.

Textabbildung Bd. 334, S. 277

In das Röhrchen werden genau passende Stahldrahtstücke mit kuglig abgedrehten Enden eingeführt unter Zwischenlage von Bleipfropfen, deren Höhe sich nach der verlangten Höhe der Wulste richten muß und durch Versuche zu ermitteln ist. Unter einer Stösselpresse werden dann die Bleipfropfen durch die Stahldrahtstücke auseinandergepreßt und erzeugen die Wulste. Das Röhrchen wird alsdann auf das Auswerferloch l der Spurplatte gesetzt und beim zweiten Hub der Presse werden die Bleipfropfen durch die Stahldrahtstücke gelocht und mit ihnen aus der Röhre ausgeschoben. Die ringförmigen Reste der Bleipfropfen können ausgeschmolzen oder auch in den Wülsten belassen werden, sie ergeben dann eine gleichmäßige Bohrung.

Vorrichtung zum Zusammenschrauben kleiner Teile bei Massenfertigung. Zum Zusammenschrauben der in der Abbildung dargestellten Teile in der Massenfertigung beschreibt H. Ernst in „Automobil- und Motorenfabrikation“, Heft 5, eine Vorrichtung, die im wesentlichen aus einem kleinen Spannfutter auf einer Welle besteht, die mit einem Riemen angetrieben wird und durch einen Fußhebel eingekuppelt, beim Loslassen des Fußhebels dagegen selbsttätig abgebremst wird.

Textabbildung Bd. 334, S. 277

Von besonderer Wichtigkeit ist dabei die richtige Stärke und Spannung des Antriebsriemens, der gleiten muß, wenn nach dem fertigen Zusammenschrauben der Teile der Fußhebel nicht rechtzeitig freigegeben wird, Das Spannfutter klemmt den eingeführten Teil des Werkstückes bei Betätigung des Fußhebels selbsttätig fest; der andere Teil wird vom Arbeiter mittels eines kleinen Mutterschlüssels von Hand gehalten. Die Anschaffungskosten der Vorrichtung, die a. a. O. in Schnitt- und Aufrißzeichnungen dargestellt ist, haben sich in kurzer Zeit bezahlt gemacht.

Dipl.-Ing. W. Speiser.

Wärmetechnik.

Ueber den Wärmedurchgang an Heizkörpern von Dampfpfannen. Dampfpfannen, in denen größere Flüssigkeitsmengen angewärmt und eingedampft werden, sind ein wesentlicher Bestandteil der Maschineneinrichtung von Brauereien. Man verlangt von einer Braupfanne, daß sie imstande ist, in einer Stunde von ihrem Gesamtinhalte 6–8 v. H. Wasser einzudampfen. Dies geschieht fast stets bei atmosphärischem Drucke. Früher waren alle Braupfannen mit einer eigenen Feuerung versehen. Bei derartigen Vorrichtungen mußte aber mit großen Strahlungs- und Anwärmeverlusten gerechnet werden, da der Betrieb der Pfannen bei jedem Sud auf wenige Stunden beschränkt ist und überdies noch mehrmals unterbrochen wird, was Veranlassung zum Abkühlen des Mauerwerkes gibt. Auch ist die Heizfläche im Verhältnis zum Inhalte sehr klein. Will man z.B. in einer Feuerpfanne stündlich 6 v. H. des Inhaltes eindampfen, so gelangt man zu der hohen Belastung von 30 bis 40 kg Dampf auf 1 m2 in der Stunde. Der letztgenannte Uebelstand wurde besonders fühlbar, als man zur Verwendung immer größerer Pfannen schritt, da deren Inhalt in der dritten Potenz, die Heizfläche aber nur in der zweiten Potenz der äußeren Abmessungen wächst. Eine Vergrößerung der Heizfläche durch Gliederung war nicht möglich, weil die inneren Wandungen des Gefäßes glatt und einfach sein müssen, um eine leichte Reinigung zu gestatten. Die Entwicklung der Brauereien zu Großbetrieben führte daher zur Verwendung von Dampfpfannen. Diese trifft man meist in drei Ausführungsformen. In ältere Feuerpfannen, die für Dampfbetrieb eingerichtet werden sollen, pflegt man einen eisernen oder kupfernen Heizring dicht über dem Boden einzubauen. Arbeitet man mit Drücken von 3 bis 5 at, so benutzt man Heizkörper, die aus Rohrschlangen bestehen, welche strahlenförmig von einem gemeinsamen Mittelstücke ausgehen. Sie erhalten eine umlaufende Bewegung, wodurch die Heizwirkung, wie leicht ersichtlich ist, befördert wird. Sofern man den Abdampf der Betriebsmaschine zum Heizen benutzen will, d.h. bei Anwendung niedriger Drücke, erhält die Pfanne einen Doppelboden. Die Ausnutzung der Wärme ist bei Dampfheizung nicht unbefriedigend. Als Verlust tritt nur die Ausstrahlung auf. Sie kann bei guter Wärmeschutzumkleidung stark vermindert werden. Die Bedienung beschränkt sich auf Einstellen eines Dampfventiles. Auch läßt sich durch Veränderung des Dampfdruckes die Wärmeübertragung leicht regeln. Der Heizdampf soll möglichst nicht überhitzt, sondern wenigstens voll gesättigt sein, da er beim Kondensieren die Wärme sehr leicht an die metallische Heiz