Text-Bild-Ansicht Band 160

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Die vordere Oeffnung des Rohres x, y ist mit Thüren für den Feuerherd und Aschenfall versehen.

Man ersieht hieraus, daß der Hauptkessel mit allen dazu gehörigen Apparaten und Leitungen ein Ganzes für sich bildet, woraus der Verdampfapparat mit dem Feuerherd leicht entfernt werden kann.

Der Eintritt des Speisewassers durch den Vorwärmer K, L wird dadurch nicht behindert.

Es ist mithin derjenige Theil des Kessels, welcher am meisten der Abnutzung unterliegt und am häufigsten der Reinigung und Reparaturen bedarf, beweglich, was namentlich für den Röhrenapparat von großer Wichtigkeit ist. Fig. 35 zeigt den herausgenommenen Verdampfapparat und die bloßgelegten Röhren, die mithin sehr leicht zu reinigen sind.

Für große Dampfkessel können leicht mehrere Verdampfapparate nebeneinander oder gegenüber, mit der Hinterfläche gegen einander gekehrt, in demselben Hauptkessel angebracht werden, wenn man die Heizfläche vergrößern will, ohne das Gewicht des beweglichen Theils zu sehr zu vermehren. In allen Fällen ist die Freiheit der Ausdehnung, welche den Heizflächen gegeben ist, von dem größten Werthe für ihre Dauerhaftigkeit.

Das im Kessel befindliche Wasserquantum kann je nach dem Bedürfnisse der betreffenden Verwendung beliebig vermehrt werden, ohne daß es erforderlich wäre, zugleich die verdampfende Oberfläche im selben Verhältniß zu vergrößern.

Hiedurch kann eine den ganzen Verbrauch ausgleichende Wassermasse erhalten werden, die nicht an der heftigen Siedebewegung Theil nimmt und mithin die Quantität des mitgerissenen Wassers nicht vermehrt.

Ueberhaupt ist das System der beweglichen Feuerung ein solches, daß es der zahlreichsten Abänderungen in der Ausführung fähig bleibt und sonach in den verschiedensten Fällen Vortheil gewähren muß.

Diese Einrichtung gestattet die allgemeine Anwendung der Röhrenkessel, indem sie die bisherigen, allgemein bekannten Uebelstände derselben beseitigt. Diese sind nämlich hauptsächlich die Schwierigkeit und Kostspieligkeit der Reinigung, wenn diese überhaupt ausführbar ist, ferner die Unmöglichkeit der Anwendung von Kesselstein lieferndem Wasser und endlich die Nothwendigkeit häufiger Reparaturen, die fern von geeigneten Werkstätten nicht vorgenommen werden können. Dazu kann man noch die Kostspieligkeit der gewöhnlichen Röhrenkessel rechnen, wenn ein den wechselnden Dampfbedarf ausgleichendes Wasserquantum in Vorrath gehalten werden soll.