Text-Bild-Ansicht Band 195

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Was die Lochung der Setzkarten anbelangt, so wird angegeben daß pro Stunde 8000 bis 10000 Löcher geschlagen werden können.

Das Ablegen der Lettern soll in einer Weise bewerkstelligt werden, welche mit dem Setzen Aehnlichkeit hat.

Mackie 24) selbst spricht sich in nachstehender Weise über seine Maschine aus:

„Jede Arbeit mit der Setzmaschine, ausgenommen das Ausschließen und Columnensetzen, kann von irgend einer Person ausgeführt werden.“

„Schmale Papierstreifen (Zeitungspapier) werden durch eine kleine Maschine mit 14 Tasten für 140 und mit 20 Tasten für 400 verschiedene Lettern gelocht.“

„Die eigentliche Setzmaschine wird mit Dampf- oder Menschenkraft betrieben und arbeitet, sobald die nöthigen Setzkarten aufgelegt sind, automatisch. Fehler sind auf ein Minimum reducirt, denn die Setzmaschine macht keine und die Lochpresse functionirt richtig, wenn dieß der Arbeiter thut. Es können gleichzeitig mehrere Setzkarten gelocht werden, welche für verschiedene Maschinen und verschiedene Typenarten verwendbar sind. Die Setzkarten sind selbst nach Jahren wieder verwendbar zu ferneren, selbst verbesserten Auflagen.“

„Der Autor kann die Setzkarten selbst lochen und damit die Setzkosten wesentlich vermindern; im Uebrigen können zu dieser Arbeit Frauen verwendet werden.“

Die Idee der neuen Setzmaschine erregt ohne Zweifel Interesse; es wäre daher erwünscht, etwas vollständigere Mittheilungen über dieselbe zu erhalten, um sich eine richtige Vorstellung und ein begründetes Urtheil bilden zu können. Beides ist nach dieser Beschreibung zum Bedauern des Referenten nicht ermöglicht.

J. Z.

24)

Herr Mackie ist der Eigenthümer des Warrington Guardian und mehrerer anderen großen (englischen) Zeitungen, für welche jede Woche über 750,000 Lettern gesetzt werden müssen. Seine Setz- und Ablegmaschine wurde von den HHrn. Muir und Comp. in Manchester ausgeführt.