Text-Bild-Ansicht Band 196

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Insbesondere wurde die Commission noch dahin instruirt, daß hauptsächlich „die Feststellung eines Pulvers welches die Gefahr der Geschützüberdehnung bei seiner Anwendung möglichst gering erscheinen lasse“ gewünscht werde. Dem erwähnten ersten Bericht zufolge hat sich die Commission bisher auch hauptsächlich und fast ausschließlich mit Untersuchungen in diesem Betreff beschäftigt, welche zu dem vorläufigen Resultate geführt haben: „daß keine Schwierigkeit vorliegt, ein zur Verwendung in großen Kalibern besser als das bisherige Kriegspulver geeignetes Pulver darzustellen.“

Fast sämmtliche hierauf bezügliche Versuche wurden mit einem achtzölligen Geschütz angestellt, wobei folgende Pulversorten zur Prüfung gelangten:

1) R. L. G (Königliches schweres Geschütz-) Kriegspulver;

2) L. G (Schweres Geschütz-) Kriegspulver, beide von Waltham-Abbey und contractlicher Anfertigung;

3) Pellet-Pulver, provisorisch im Jahre 1867 geprüft;

4) russisches prismatisches Pulver;

5) Ritter's prismatisches Pulver;

6) Spandauer prismatisches Pulver;

7) belgisches grobkörniges Pulver;

8) spanisches Pulver (zwei Beschreibungen);

9) französisches Marine-Pulver (zwei Beschreibungen);

10) amerikanisches Pulver, ähnlich dem bei Rodman's Geschütz verwendeten;

11) zehn Beschreibungen von versuchsweise aus Mehlpulver gepreßtem Pellet-Pulver;

12) zwei Beschreibungen von versuchsweise aus verschiedenen Arten L. G. (Schweren Geschütz-) Pulvers dargestelltem Pellet-Pulver;

13) dreizehn Arten versuchsweise dargestellten grobkörnigen Pulvers, welches unter dem Namen „Kiesel“ (Pebble) zu Waltham-Abbey aus gebrochenen Pulverkuchen dargestellt worden;

14) verschiedene, von den HHrn. Curtis und Harvey zur Verfügung gestellte Proben Pellet- und grobkörnigen Pulvers;

15) A 3“ Pulver, in den Jahren 1860–61 und 62 zu Waltham-Abbey angefertigt und seitdem zu Purfleet aufbewahrt.

Zum Messen der Pulverwirkung im Rohre bediente man sich dreier Vorrichtungen. Die erste und hauptsächlichste war das von Capitän Andr. Noble erfundene Chronoskop,70) welches die Zeitintervalle,

70)

Beschrieben im polytechn. Journal Bd. CXCV S. 52 (erstes Januarheft 1870).