Text-Bild-Ansicht Band 193

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Bassin sind an hölzernen Querstücken p in derselben Richtung zwei Bohlen n befestigt. Der Abstand der beiden Bohlenpaare von einander richtet sich nach dem Durchmesser der aufzubewahrenden Fässer. Das Bassin wird mit Wasser gefüllt und die Fässer bei A in das Bassin und zwischen die Bohlen m und n gebracht. Da die Mineralöle leichter sind wie Wasser, so bewegen sich die Fässer in der Richtung von A nach B aufwärts, bis sie durch die in das Mauerwerk eingelassene Falle s aufgehalten werden. Will man die Fässer herausnehmen, so zieht man die Falle s, worauf ein Faß nach dem anderen in die Höhe steigt und bei B herausgenommen werden kann. Je nach Bedarf kann das Bassin so weit angelegt werden, daß zwei oder mehrere Reihen von Fässern neben einander Platz haben.

Bei dem Aufbewahren der Mineralölfässer unter Wasser dringt das letztere in die Holzporen ein und verhindert dadurch das Durchsickern und Verdunsten der Oele. Zugleich ist bei dieser Aufbewahrungsart jede Feuersgefahr, welche aus der leichten Entzündlichkeit der Mineralöle entspringt, beseitigt.

Nach einer Mittheilung der HHrn. Kaufleute Braun und Schaidler in Lindau ergaben Petroleumfässer, welche nach dem von mit vorgeschlagenen Verfahren vom 27. Mai 1867 bis Ende September aufbewahrt wurden, nicht den geringsten Manco. Nachdem das Verfahren mittlerweile auch noch von anderer Seite in Ausführung gebracht wurde und vollkommen befriedigt hat, darf es als durch die Praxis bewährt betrachtet werden.

Um die Mineralöle in dem Verkaufsraum der Art aufzubewahren, daß keine Verdunstung stattfinden kann und der Verkäufer selbst beim Detailliren vor jeder Berührung mit dem Oel geschützt bleibt, hat C. B. Teicher in Dippoldiswalde bei Dresden in neuester Zeit einen Apparat construirt, welcher sich von anderen ähnlichen Apparaten durch Einfachheit und Billigkeit auszeichnet.

Derselbe besteht aus einem aus starkem Weißblech gefertigten Cylinder a (Fig. 24) von 50 Pfund Inhalt. In den Cylinder wird bei b das Oel eingegossen. c ist ein Cylinder von 1/4 Zoll starkem Glas, an dem eine Scala zu 1/4, 1/2, 3/4 und 1/1 Pfund angebracht ist. Beim Verkauf hat man nun weiter nichts zu thun, als durch Oeffnen des Hahnes d die vom Käufer gewünschte Quantität Oel in den Glascylinder einzulassen und hierauf den an demselben angebrachten Auslaufhahn e zu öffnen, durch den das Oel in die unterzuhaltende Flasche läuft. An dem Auslaufhahn e befindet sich eine bewegliche Tropfschale (die auf der Zeichnung