Text-Bild-Ansicht Band 193

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Textabbildung Bd. 193, S. 426

Ebenso erhält man für eine Kaliseife, wo:

Textabbildung Bd. 193, S. 426

Es sind dieses dieselben Formeln, wie oben bei der directen Entwicklung für die beiden Einzelfälle.

Endlich könnte man in der allgemeinen Formel auch noch von dem Glührückstande unmittelbar ausgehen, ohne zuvor durch Subtraction den Alkaligehalt daraus abzuleiten. Es gestaltet sich die allgemeine Formel

F = R – (0,33 + Σ – 0,65 S)

dann, indem ja:

Σ + S = G, also Σ = G – S

einfach in folgende um:

F = R – (0,33 + GS – 0,65 S)

= R – (0,33 + G – 1,65 S)

welches wieder derselbe Ausdruck ist, den wir oben für den speciellen Fall einer Natronseife in der Form:

F = R – {G + (0,2 – S) 1,65}

schon erhielten.

Ueber die Rolle, welche diese fremden organischen Substanzen in der Seife spielen und wie sich dieselben darin einbürgern, mag noch das Resultat eines Versuches erwähnt werden, in welchem man den Einfluß zu verfolgen suchte, den das Zuschaumschlagen der Seifenlösung auf die Vertheilung dieser Gemengtheile ausübte.

Es wurde hierfür eine weiße, sehr qualificirte Marseiller Seife verwendet, welche außerdem durch ihren äußerst geringen Wassergehalt, der nur 2,70 Procente betrug, wie durch die fast völlige Abwesenheit fremder unorganischer Bestandtheile interessant ist. Die Seife wurde in frisch filtrirtem wie destillirtem Wasser gelöst und zu Schaum geschlagen, der letztere nach einiger Ruhe abgehoben, getrocknet und wie auch eine Parallelprobe der festen Seife (im käuflichen Zustande) zur Analyse verwendet.