Text-Bild-Ansicht Band 49

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Vernois, siehe Perrin.

Viel G. H., zu Paris, rue des F. Montmartre No. 21, den 13 Febr., für 5 Jahre: auf eigene Bewegungen für kleine Zimmeruhren, und auf eine verbesserte Triebkraft für dieselben. (B. I. P.)

Vilain, Sohn, zu Havre, Dept. d. l. Seine-Inférieure, den 6 Jul., für 5 Jahre: auf eine ökonomische Schiffs-Küche. (B. I.)

Walker J., zu Paris, rue Richelieu No. 88, den 17 Decbr., für 5 Jahre: auf verbesserte Cravaten. (B. Imp.)

Wayte W., zu Paris, rue St. Honoré No. 376, den 5 Octbr., für 15, Jahre: auf Verbesserungen im Baue und Spiele der Dampfmaschinen. (B. I. P. Imp.)

Werly J., zu Bar le Duc, Dept. d. l. Meuse, den 22 Jun., für 5 Jahre: auf Zeuge mit runden Figuren, welche hauptsächlich zur Verfertigung der Corsetten ohne Nath bestimmt sind. (B. I.)

Ziegler und Comp., zu Guebwiller, Dept. d. Haut-Rhin, den 15 Mai, für 5 Jahre: auf eine Maschine zum Schlichten der Gewebe. (B. I.)

Zilges H., zu Paris, rue B. du Remp No. 52, den 21 Mai, für 5 Jahre: auf eine Maschine zum Beschienen oder Beschlagen der Räder von jedem Durchmesser. (B. I.)

(Aus dem Bulletin de la Société d'encouragement. März 1833, S. 90.)

Ungeheure Dampfmaschine und Explosion in den Steinkohlen-Bergwerken der Grafschaft Durham.

Der unter den Grundbesizern in England bekannte Earl of Durham ließ neuerlich für ein neues Steinkohlenbergwerk zu Littletown in der Grafschaft Durham eine Dampfmaschine erbauen, welche, wenn die Spannungskraft des Dampfes 50 Pfund per Quadratzoll beträgt, eine Kraft von nicht weniger als 400 Pferden ausübt. Die Maschine arbeitet mit hohem Druke und wird von 6 großen Kesseln mit Dampf versehen. Die Länge des Hubes beträgt 9 Zoll im Cylinder, während das äußere Ende zugleich mit der gewöhnlichen Bewegung einer Hauptmaschine zum Heben des Wassers 8 Fuß zurüklegt. Man hält diese Maschine, die von Hrn. Daniel Hawthorne erbaut wurde, allgemein für die größte, vollendetste und schönste in der ganzen Grafschaft Durham. – Während nun der Betrieb der Steinkohlenwerke in dieser Grafschaft auf der einen Seite so erfreuliche Aussichten gewährt, wurde eben diese Gegend leider im Monat Mai auch der Schauplaz einer fürchterlichen Explosion, welche in dem Lord Ravensworth gehörigen Kohlenwerke Springwell bei Wreckington Statt fand. Die Zahl der Verunglükten beläuft sich auf 47 Todte, worunter 40 Verheirathete und das Uebrige lauter sogenannte Jungen (boys); verwundet wurden gleichfalls mehrere. Die Luft in dem Bergwerke war bisher so gesund, daß man immer mit bloßen Lichtern in demselben arbeitete; um 8 Uhr Abends bemerkte einer der Aufseher, daß ein Arbeiter einen sogenannten Blaser (blower) angehauen hatte, aus welchem sich eine geringe Menge brennbares Gas ergoß; er befahl den Arbeitern sogleich diese Stelle zu verlassen, und untersuchte dieselbe nach 2 Stunden wieder, wobei er so wenig Gefährliches fand, daß er die Arbeiter wieder an die Arbeit zu gehen, jedoch die Davy'sche Sicherheits-Lampe zu gebrauchen befahl. Ob der eine oder der andere diesen Befehl nicht befolgte, ist nicht bekannt; nur so viel ist leider gewiß, daß um 2 Uhr Morgens in einer Tiefe von 126 Faden die fürchterlichste, und die ganze Nachbarschaft erschütternde Explosion Statt fand. (Repertory of Patent-Inventions. Mai 1833, und Galignani's Messenger.)

Zur Geschichte der Dampfbothe und Dampfwagen.

Der in neueren Zeiten hauptsächlich durch Taylor's Erben wieder aufgeregte Streit über die Priorität der Erfindung der Dampfbothe und der Dampfwagen scheint nun mit ziemlicher Gewißheit, und zwar zu Gunsten des im Jahre 1831 verstorbenen William Symington entschieden. Wer sich hierüber näheren Aufschluß verschaffen will, den verweisen wir auf folgende Broschüre: A brief Narrative, proving the Right of the late William Symington, Civil