Text-Bild-Ansicht Band 49

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erhalten. Zugleich mit ihr erhielt sie auch die Bill, durch welche der Bau einer Eisenbahn gestattet wird, durch die die London-Birmingham-Bahn mit der Manchester-Liverpool-Bahn in Verbindung gebracht werden soll. Der Bau der ersteren beginnt bereits von beiden Enden her, und soll auf's Rascheste betrieben werden, da alle Vorbereitungen dazu getroffen sind. Unter den dem Hause vorgelegten Documenten befand sich folgende Berechnung der Vortheile, die diese Eisenbahn wahrscheinlich in einem Jahre abwerfen würde. Zwischen London und Birmingham passiren nämlich gegenwärtig jährlich 233,155 Reisende, 62,389 Tonnen Güter, 46,799 Pakete, 50,839 Stüke Rindvieh, 365,000 Schafe, 15,634 Schweine. Die Transportkosten aller dieser Dinge betragen gegenwärtig 1,338,217 Pfd. Sterl., während sie sich auf der Eisenbahn nur auf 800,728 Pfd. belaufen würde, so daß mithin dem Lande hierdurch eine Ersparniß von 537,489 Pfd. Sterl. zu Gut käme! (Mechanics' Magazine, No. 508, 509, 510.)

Ueber eine neue Triebkraft.

Hr. Dr. Ritchie hat in einer seiner lezten Vorlesungen über Elektro-Magnetismus, die er an der Royal-Institution hielt, durch Versuche erwiesen, daß durch plözliches Aendern der Pole eines Elektro-Magnetes eine Stange Schmiedeisen zu Umdrehungen um ihren Mittelpunkt veranlaßt werde, und daß diese Umdrehungen selbst mit einer nicht ganz unbedeutenden Kraft erfolgen. Wahrscheinlich wird diese neu endekte Triebkraft bald zu verschiedenen nüzlichen Zweken verwendet werden, bemerkt das Mechanics' Magazine, No. 509, S. 96.

Verfahren um vergoldete Rahmen wieder aufzufrischen.

Das Mechanics' Magazine, No. 511 empfiehlt folgendes Verfahren, um matt gewordene vergoldete Rahmen wieder aufzufrischen und ihnen wieder ihren früheren Glanz zu geben. Man soll nämlich drei Unzen Eiweiß mit einer Unze salzsaurem Kali oder Natrum abklopfen, und die Rahmen dann mit einer weichen, in diese Mischung getauchten Bürste überfahren. Die matt gewordene Vergoldung soll dadurch augenbliklich wieder ihren früheren Glanz erhalten.

Mittel um das Anlaufen silberner Gegenstände zu verhindern.

So allgemein bekannt es ist, daß silberne Gegenstände aller Art in der Luft nach und nach anlaufen, indem sich eine nach Umständen mehr oder weniger starke Schichte von Schwefelsilber auf denselben erzeugt, und daß diese angelaufenen Gegenstände mit Ruß und Essig, mit einer Auflösung des berühmten mineralischen Chamäleons, mit Kleesalz, Weinstein oder etwas Alaunpulver und Wasser gepuzt werden können, eben so wenig bekannt scheint es zu seyn, auf welche Weise man silberne Gegenstände, die beständig den thierischen Ausdünstungen ausgesezt sind, wie z.B. die Verzierungen in Kirchen und an anderen öffentlichen Orten, gegen dieses Anlaufen schüzen kann. Es braucht hiezu nichts weiter, als daß man diese Gegenstände mit einer ganz dünnen Schichte Gummi- oder Harz-Auflösung überzieht. (Journal des connaissances usuelles. März 1833, S. 169)

Anweisung für Fechter, um die Rappiere weniger brüchig zu machen.

Das beste Mittel, um Rappiere länger zu erhalten und vor dem Abspringen, welches oft so traurige Folgen mit sich bringt, zu schüzen, besteht darin, daß man die Rappierklinge mit etwas Talg bestreicht, und daß man sie dann in diesem Zustande so lange über einem Kohlenfeuer hin- und herzieht, bis aller Talg verbrannt ist. Die Rappiere werden auf diese Weist weniger hart und spröde, ohne dabei zu biegsam und zu wenig elastisch zu werden. (Journal des connaissances usuelles. März 1833, S. 175.)