Text-Bild-Ansicht Band 49

Bild:
<< vorherige Seite

Ueber die Aufbewahrung der Butter.

Folgende Methode die Butter aufzubewahren wird im Recueil industriel, April 1833, S. 84 als eine der vorzüglichsten und besten empfohlen. Man wähle solche Butter, die sich sehr leicht ausrühren ließ, denn solche Butter, welche lange geschlagen werden mußte, hat schon mehr oder weniger Veränderung erlitten. Diese Butter knete man nun mit größter Sorgfalt so lange ab, bis auch kein Kaffeelöffel voll Buttermilch mehr darin enthalten ist. Dann gebe man sie in vollkommen reine und trokene Töpfe, in die man sie so fest als möglich eindrüken muß, um sie zulezt Mit nassem Pergamente so luftdicht als möglich zu verschließen. Will oder kann man kein Pergament anwenden, so soll man oben auf die Butter eine Schichte geschmolzenen Wallrath oder weißes Wachs gießen. Auf diese Weise behandelt hält sich die Butter ohne allen Zusaz von Salz, Salpeter oder Zuker sehr lange Zeit vollkommen frisch. Das ganze Geheimniß besteht darin, daß man gute Butter wählt, daß man alle Buttermilch daraus entfernt, daß man die Töpfe luftdicht verschließt, und an einen Ort bringt, dessen Temperatur eher unter als über 8° R. beträgt.

Schwere eines Bundes Spargels.

Auf den Gemüsemarkt zu Covent-Garden wurde im Monate Mai ein Bund Spargel gebracht, welcher aus 120 Stüken bestand, und nicht weniger als 30 Pfunde wog! (Galignani's Messenger.)

Relativer Werth mehrerer Pflanzen.

Unter den zahlreichen Versuchen, welche sowohl in England als anderwärts zur Ermittelung des relativen Werthes der Pflanzen, deren man sich zur Ernährung von Menschen und Thieren bedient, angestellt wurden, dürften vorzüglich folgende, welche der berühmte Sinclair auf den Gütern des Herzogs von Bedford zu Woburn anstellte, verdienen allgemein bekannt zu seyn.

Kohlarten. 7000 Gran oder ein englisches Pfund

Textabbildung Bd. 49, S. 77

Der Rest bestand aus Wasser.

Rüben. 64 Drachmen schwedische Rüben enthalten 110 –
weiße sogenannte Norfolker Rüben 83 –
Erdrüben 110 –

Erdäpfel. Die in den Erdäpfeln enthaltene Menge Nahrungsstoff wechselt von 135 bis 260 Gran per Pfund von 7000 Gran, je nach der Sorte der Erdäpfel. Die unter dem Namen schwarze Niere (black Kidney) bekannte Sorte enthält in 7000 Gran:

970 Gran auflöslichen Schleim,
700 reines Sazmehl,
620 Faserstoff,
4710 Wasser.

Gelberüben. Unter vier verschiedenen Sorten von Gelberüben zeigte sich die rothe als am reichsten an Nahrungsstoff; denn 64 Drachmen gaben 187 Gran.

Runkelrüben. Die unter dem Namen Disette bekannte Runkelrübe zeigte sich reicher als die gewöhnlichen Rüben und als die Gelbenrüben; ärmer hingegen als der Kohl und die Erdapfel.

64 Drachmen Wiesen-Pimpinelle geben 100 Gran Nahrungsstoff.
Luzerner Klee 90
breitblätteriger Klee 80
Cichorienkraut 60
3000 Gran weißer Klee geben 100

(Aus dem Recueil industriel. März 1833, S. 256.)