Text-Bild-Ansicht Band 49

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die früher beschriebene Weise verfertigt und eben so durch Schrauben an den Wasserbehältern befestigt. Die oberhalb befindlichen Dampfgefäße c werden durch eine Fortsezung der äußeren gefalteten Platten der Wasserbehälter nach Aufwärts, und dadurch gebildet, daß man zur Erzeugung der inneren Oberfläche des Dampfgefäßes ähnliche gefaltete Platten anwendet, die man dann durch Nieten oder auf eine andere Weise an einer flachen, den Boden der Dampfkammer bildenden Platte befestigt, und deren Seiten man durch Querbolzen mit einander vereinigt.

Die eigenthümliche Einrichtung der Laufräder ersieht man aus Fig. 13, in welcher eines dieser Räder von Vorne dargestellt ist, während man in Fig. 14 einen Querdurchschnitt eines solchen Rades sieht. Diese Räder haben eine bedeutende Breite und also auch einen großen Durchmesser; sie werden durch Vereinigung mehrerer Reifen aa aus elastischem Holze gebildet, indem man diese Reifen durch Klammern bb mit einander verbindet. Der äußere Umfang des Rades ist durch einen eisernen, das Geleise bildenden Reifen ccc gebunden; die Speichen bestehen aus elastischen gekrümmten Stahlplatten oder aus Federn ddd, welche sich biegen und sich an Gelenken bewegen. Die äußeren Enden sämmtlicher, elastischer Speichen d sind am Rüken der einzelnen Klammern durch Gefüge an der Felge befestigt, während die entgegengesezten Enden derselben gleichfalls durch Gefüge oder Gelenke mit einem Paare metallener Ringe ee in Verbindung stehen, welche durch die Radial- und Diagonalstangen fff an der in der Mitte des Rades befindlichen Nabe oder metallenen Büchse g gehörig festgemacht sind.

Diese Laufräder sind nun an kurzen kreisenden Achsen h befestigt, und das Gewicht des Wagens, welches auf diesen Achsen ruht, bewirkt, daß sich der Umfang der Räder, so wie dieselben auf der Straße fortlaufen, in schwach sphäroidische Figuren oder in Krümmen biegt, die etwas abgeplattet sind. Diese Abweichung von der kreisförmigen Form bewirkt, daß das Rad fester an dem Boden festhält, und folglich weniger Neigung hat herumzugleiten und in der Straße einzusinken.

Die Federn, welche hier in den Rädern angebracht sind, dienen als Ersazmittel für die Federn, au welchen man sonst die Wagenkasten aufzuhängen pflegt. Um jedoch dem Wagen noch mehr Elasticität zu geben, und um die Bewegung desselben zu erleichtern, bediene ich mich noch folgender Mittel. Wie Fig. 10 und 11 zeigen, ist an dem Gestelle oder Gehäuse eine cylindrische, mit Luft gefüllte und am Scheitel geschlossene Büchse i gut befestigt. In dieser cylindrischen Büchse ist, wie in der Seitenansicht Fig. 17 durch Punkte angedeutet