Text-Bild-Ansicht Band 49

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ist, an dem oberen Ende eines gabelförmigen Joches ll ein Kolben k festgemacht. Dieses Joch bewegt sich frei auf und nieder und ist an dem oberen Theile nach Art der Liederung an den hydraulischen Pressen durch eine lederne Hülle genau schließend gemacht, während sich in den unteren Enden des Joches Augen oder Zapfenlager befinden, in welchen sich die kurzen Achsen h frei drehen. Wenn nun eine hinreichende Menge Luft in das Gefäß oder in den Behälter i getrieben worden, so entsteht dadurch eine Luftfeder, wenn ich so sagen darf, auf der das Gewicht des Wagens und dessen Last ruht, während dieses Gewicht durch die Dazwischenkunft der Kolben und, der Joche von den Laufrädern getragen wird.

Da die Achsen der Räder zu einer seitlichen Bewegung geneigt wären, wenn diese nicht durch eine gehörige Vorrichtung verhindert würde, so bediene ich mich der gegliederten Stangen mm und p, welche man in der horizontalen Darstellung des Rades Fig. 15 sieht. Liese Stangen sind nämlich an dem einen Ende durch Angelgewinde nn mit dem Gestelle oder Gehäuse, an dem entgegengesezten Ende hingegen durch Ringe oo mit den Achsen (siehe den Seitenaufriß Fig. 16 und die Randansicht Fig. 17) verbunden. Die Stange p ist, wie man bemerken wird, durch ein Nußgelenk, welches man in dem Durchschnitte des Rades und seiner Achse Fig. 14 sieht, mit der inneren Seite der Achse des Rades verbunden, und wird daher, obschon sie die Achse endwärts festhält, deren Bewegung nicht hemmen. Diese Stangen gestatten dem Wagen sich in senkrechter Richtung zu schwingen.

Um das Entweichen der Luft hinter dem Kolben in der Büchse i zu verhindern, treibe ich mittelst einer kleinen Drukpumpe eine geringe Menge Oehl, Wasser oder einer sonstigen Flüssigkeit ein. Diese Pumpe kann auch zum Eintreiben von Luft verwendet werden, so daß die Elasticität der Feder mithin dem Gewichte der Last, welche sie zu tragen hat, angepaßt werden kann.

Obwohl ich nun hier Luftbüchsen und Kolben beschrieben habe, so muß ich doch bemerken, daß ich mich keineswegs auf diese Luftfedern beschränke, indem in manchen Fällen metallene Federn wünschenswerther seyn möchten.

Die Kraft, welche der arbeitende Cylinder und die Kolben der Maschinen ausüben, wird auf die gewöhnliche Weise durch die Kolbenstangen an die Kurbelwelle (crank-shaft) s fortgepflanzt, und eine an dieser Welle befestigte Rolle t (Fig. 16) treibt mittelst einer endlosen Kette u, welche über eine ähnliche, an jeder der Achsen der Laufräder aufgezogene Rolle v läuft, die beiden Laufräder. Da die Triebkraft jedoch verschieden abgeändert werden muß, so habe ich auch