Text-Bild-Ansicht Band 49

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nach geht. Ich nenne hiebei das dem Kessel zunächst liegende Ventil das Eintrittsventil (induction-valve); jenes hingegen, welches sich zunächst an dem Treibcylinder befindet, das Treibventil (work-valve). In Fällen, in welchen die Zeit der Unterbrechung des Dampfes während der Thätigkeit der Maschine nicht abgeändert werden soll, wird man mit einem dieser beiden Ventile ausreichen, welches ich dann das Treibventil nenne. Die ganze weitere Einrichtung wird aus der beigefügten Zeichnung und aus der nun folgenden Erklärung derselben erhellen.

In Fig. 45 ist nämlich A der Treibcylinder einer Dampfmaschine, in welchem sich der Kolben B befindet. CC sind die Dampfwege an diesem Cylinder. D ist der Cylinder des Treibventiles, welches entweder aus einem Stüke mit dem Treibcylinder gegossen, oder mittelst Bolzen oder auf eine andere Weise daran befestigt seyn kann. Das eine Ende dieses Cylinders ist mit einem soliden Dekel verschlossen, während sich an dem anderen Ende ein Dekel mit einer Schlußbüchse befindet, durch die sich die Stange des Ventiles dampfdicht hin und her bewegt. Die Höhlung des Treibcylinders und jene des Cylinders des Treibventiles communiciren mittelst der Dampfwege CC mit einander. An der den Dampfwegen CC entsprechenden Stelle sind ringförmige Kammern in die innere Oberfläche des Ventilcylinders gegossen oder geschnitten, welche Kammern in Hinsicht auf das Längenmaß mit den Dimensionen der Dampfwege correspondiren, während deren Tiefe zu 1/2 Zoll angenommen ist. Durchschnitte dieser Kammern sieht man in Fig. 46 bei a, a, a, a.

Eine den eben beschriebenen ähnliche ringförmige Kammer befindet sich in der Mitte der Länge des Cylinders, von wo aus der Dampfweg H in den Cylinder des Eintrittsventiles führt. cc, Fig. 46, sind zwei andere Dampfwege und deren ringförmige Kammern, welche sich in der Nähe der Enden des Cylinders befinden, und welche zum Austritte des verbrauchten Dampfes bestimmt sind. E, Fig. 45 und 46, ist das Treibventil: ein hohler Cylinder, der nach meiner Meinung am besten aus Schmiedeisen verfertigt wird. Es ist an beiden Enden geschlossen, und an einem dieser Enden ist die Stange befestigt, mittelst welcher es in der Richtung der Achse des Cylinders hin und her bewegt werden kann. Das Ventil muß um so viel kürzer seyn, als die innere Länge des Ventilcylinders, daß es seine Verrichtungen gehörig vollbringen kann, d.h., daß es die Dampfwege des Treibcylinders, welche, wenn das Ventil halb gehoben, d.h. in der Mitte des Cylinders ist, der ringförmigen Kammer bb entsprechen, abwechselnd öffnet und schließt. Das Ventil ist zum Durchgange