Text-Bild-Ansicht Band 49

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Breite der ringförmigen Kammer ff entspricht. Da das Treibventil dazu bestimmt ist, den Ein- und Austritt des Dampfes abwechselnd durch die Dampfwege des Treibcylinders zu dirigiren, so werden dessen Bewegungen mittelst seiner Stange auf dieselbe Weise geleitet, auf welche die Treibventile von anderen Formen, die den Dampf während der ganzen Dauer eines jeden Hubes oder Stoßes einströmen lassen, dirigirt zu werden pflegen. Die Bewegung kann, wie gewöhnlich von einem an dem Flugrade oder an irgend einer anderen Welle befindlichen Excentricum hergenommen und durch Hebel und Verbindungsstangen oder Gelenkstüke, wie man aus den in Fig. 45 gezogenen Linien ersieht, mitgetheilt werden. Das Eintrittsventil benuze ich zur Regulirung der Dauer des Zuströmens des Dampfes aus dem Kessel während eines jeden Stoßes der Maschine. Es wird zu diesem Behufe mittelst mehrerer Hebel und Stangen, die mit jenen, deren man sich gewöhnlich zum Bewegen der Ventile bedient, einige Aehnlichkeit haben, und die man aus Fig. 45 ersieht, in Bewegung gesezt. Meine Erfindung, in sofern sie sich auf die Bewegung der Ventile bezieht, besteht in der Auffindung leicht anwendbarer Mittel, durch welche sich die relative Länge der vermittelnden Hebel in jedem Augenblike, die Maschine mag in Thätigkeit seyn oder stillstehen, so reguliren läßt, daß die Zeiten der äußersten Thätigkeit auf eine entsprechende Weise regulirt werden.

Die Einrichtung dieser Theile kann je nach der Form, Lage und anderen Umständen, unter denen sich die Dampfmaschinen befinden, verschieden seyn.

Die Mittel, durch welche ich die Veränderung der Langen bewirke, sind folgende:

Von demselben Excentricum, welches die Hebel und die Stangen des Treibventiles in Bewegung sezt, oder, je nachdem man es zwekmäßiger findet, von einem anderen, an dieser oder einer anderen Welle angebrachten Excentricum aus geht eine Stange J an einen Winkelhebel K, welcher sich an dem fixirten Mittelpunkte L bewegt. Eine andere Stange M verbindet den entgegengesezten Arm des gekrümmten Hebels K mit N, einem anderen Winkelhebel, dessen entgegengesezter Arm durch das Gelenkstük O mit der Stange des Eintrittsventiles in Verbindung steht. Bei dieser Hebelvorrichtung läßt sich die Länge des einen Armes des Winkelhebels K nach Belieben oder je nach der Geschwindigkeit der Maschine abändern. Jener Arm des Hebels K, der mit der Stange M in Verbindung steht, ist in ein Kreissegment gebogen, welches, wenn das Ventil einen halben Hub vollendet hat, mit dem Radius M von dem entgegengesezten Ende des Armes als Mittelpunkt beschrieben wird.