Text-Bild-Ansicht Band 49

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Eine zweite von mir erfundene Verbesserung an den Dampfmaschinen besteht in einem selbstthätigen Regulator, durch welchen immer die gehörige Menge Wasser in dem Kessel unterhalten wird, indem die durch die Pumpe p bewirkte Speisung jedes Mal unterbrochen wird, so oft der Wasserstand eine gewisse Höhe erreicht hat. Meine zu diesem Behufe erfundene Vorrichtung ist in Fig. 50 abgebildet. a ist hier nämlich ein dampfdichtes Gefäß, welches durch eine von der Mündung b herführende Röhre mit dem oberen, und durch eine von der Mündung c herführende Röhre frei mit dem unteren Theile des Kesses communicirt. d ist ein heberartiger Gang durch ein am Boden des Gefäßes befindliches Stük Metall, an welchem sich ein Sperrhahn e befindet, der zur Herstellung der Communication zwischen der freien Luft und dem unter dem Kolben oder Schöpfer befindlichen hohlen Raume der Pumpe dient.

Der Hebel f dieses Sperrhahnes steht mit dem Stiele eines hohlen, mit g bezeichneten, metallenen Schwimmers in Verbindung. Der Regulirapparat muß in Bezug auf die Wasserlinie im Kessel so gestellt werden, daß der Schwimmer den Durchgang durch den Sperrhahn e öffnet, wenn das Wasser die gehörige Höhe erreicht hat, und daß er denselben wieder schließt, sobald sich das Wasser in dem Kessel wieder verminderte.

Ein weiterer Gegenstand meines Patentes sind die Verbesserungen an dem Mechanismus, durch welchen die Spannkraft des Dampfes benuzt wird um Dampfwagen zu treiben und deren Geschwindigkeit zu reguliren. Meine Absicht hiebei ist, an den sogenannten Tragrädern (bearing wheels) der Dampfwagen einen Unterschied in der kreisenden Geschwindigkeit möglich zu machen, wenn auch beide Räder durch eine ihnen gemeinschaftlich zukommende Triebkraft in Bewegung gesezt werden.

Die Art und Weise, auf welche ich dieß zu bewirken suche, wird aus Folgendem erhellen.

a und b, Fig. 47 sind nämlich die Triebräder eines Dampfwagens, welche an den Enden c, d der Achse angebracht sind. Diese Achse besteht aus zwei Theilen, von denen der eine, c, bis auf eine gewisse Entfernung von seinem inneren Ende hohl ist, damit er gleichsam wie eine Scheide das verdünnte innere Ende des anderen Theiles der Achse d aufnehmen kann, so zwar, daß sich lezteres in ersterem drehen kann. Um das äußere Ende eines jeden der beiden Theile der Achse ist ein Hals gedreht, der von metallenen, an dem Gestelle des Wagens befindlichen Zapfenlagern oder Anwellen aufgenommen wird.