Text-Bild-Ansicht Band 49

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An beiden Theilen der Achse sind innerhalb der Tragräder zwei Kettenräder oder Rollen ee angebracht, damit die Achse durch endlose Ketten oder Laufbänder mit zwei ähnlichen, an der Treibwelle i befindlichen Kettenrädern oder Rollen gg in Verbindung gesezt werden kann. Diese leztere Welle i ist entweder an beiden Enden mit einer Kurbel versehen, oder es sind Scheiben mit Kurbelzapfen daran angebracht, an denen die Zapfen unter rechten Winkeln gegen einander gestellt sind. Die Kettenräder, oder die Rollen gg sind fest mit zwei abgestuzt kegelförmigen Rädern jj verbunden, die sich zugleich mit den Kettenrädern frei um die Kurbelwelle i drehen können.

Die beiden Räder jj werden durch Schlüssel und Wäscher an ihrer gehörigen Stelle an der Welle erhalten. Aus der Mitte der Kurbelwelle ragt unter rechten Winkeln ein feststehender Arm l hervor, und dieser Arm trägt an seinem abgedrehten Ende ein anderes, loses, abgestuzt kegelförmiges Rad m, welches in die beiden Räder jj eingreift. Auch dieses Rad wird durch einen Schlüssel, einen Wäscher und eine Schulter an seiner Stelle erhalten. Wenn nun die Kurbelwelle durch die Triebkraft in Bewegung gesezt wird, so wird das an dem Arme l befindliche Rad m zum Führer der beiden Räder jj, so daß dieselben dadurch veranlaßt werden sich zugleich mit den Kettenrädern, und gleichzeitig mit der Kurbelwelle nach derselben Richtung, wie diese leztere zu drehen. Alle diese Theile bewegen sich auch, so lange der Wagen in einer geraden Linie läuft, mit einer und derselben winkeligen Geschwindigkeit. So wie sich der Wagen hingegen in einer Krümme bewegt, und das äußere Rad folglich mehr Bewegung erfordert, als das innere, dreht sich das Rad m, in Folge des Unterschiedes in dem Widerstande, den es an seinen beiden Seiten erfährt, etwas weniges in seinem Zapfenlager, und in Folge dieser Drehung wird das äußere der Räder jj eine verhältnißmäßig größere Menge von Bewegung erhalten, als das innere, indem sich das eine an seinem Zapfenlager an der Kurbelwelle etwas weniges vorwärts dreht, während sich das andere in demselben Grade nach Rükwärts dreht.

Eine andere Modification des Mechanismus, durch welchen sich die Tragräder einem krummlinigen Gange des Wagens anpassen lassen, sieht man in Fig. 48. i ist hier die Kurbelwelle, an deren Enden die Maschinenkurbeln unter rechten Winkeln mit einander angebracht sind. oo sind zwei Zahnräder, welche fest mit den beiden Kettenrädern oder Rollen gg verbunden sind, und welche sich lose an der Kurbelwelle i drehen. An dieser Kurbelwelle i sind innerhalb der Räder o, o zwei flache Stüke Metall oder Platten n, n festgemacht, welche unter rechten Winkeln aus derselben hervorstehen, und