Text-Bild-Ansicht Band 49

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Einwirkung des Kolbens auf den Griffhebel hervorgebrachte Reibung kann durch Regulirung der Menge des in den Cylinder eingelassenen Dampfes graduirt werden, so daß die Bewegung mit Hülfe dieser Vorrichtungen, je nachdem es die Umstände erfordern, langsamer gemacht werden kann.

Eine weitere Erfindung von mir besteht endlich in einer neuen Einrichtung der Trageräder der Dampfwagen, in Folge deren diese Räder die gehörige Stärke und Festigkeit erhalten, damit sie sowohl die Last der Wagen, als die Gewalt, der die Räder der durch Dampf getriebenen Wagen ausgesezt sind, ohne Nachtheil zu ertragen im Stande sind. Meine Räder sind nun zu diesem Behufe auf folgende Weise gebaut.

Fig. 51 und 52 zeigen die Nabe aus Gußeisen, und zwar Fig. 51 von der Seite, und Fig. 52 im Durchschnitte; a ist das Loch für die Achse. Der Körper dieser Nabe ist cylindrisch, und hat an jedem Ende einen Einschnitt b, b, b, b, welcher zur Aufnahme von Reifen dient. Diese Einschnitte laufen gegen die Mitte der Nabe etwas dünner zu, damit die Reifen an ihrer Stelle erhalten werden. Nach der Richtung der Achse der Nabe laufen Löcher, welche zur Aufnahme der inneren Enden der Speichen dienen, die bis in einige Tiefe unter die beinahe cylindrischen Oberflächen der Einschnitte reichen (siehe c, c, c). Die Speichen selbst verfertige ich aus Gußeisen, und zwar von der Form, die man aus Fig. 53 und 54 ersieht. dd sind hier nämlich die Speichen, deren innere Enden genau in die Löcher der Nabe eingepaßt sind, so daß die Schultertheile derselben jene Theile der Löcher ausfüllen, die sich innerhalb der cylindrischen Oberflächen der Einschnitte befinden.

Damit die Speichen fest in ihren Fugen in der Nabe erhalten werden, wird ein genau gedrehter Reifen aus Schmiedeisen oder einem anderen Metalle, den man bei eeee im Durchschnitte sieht, über der hervorstehenden Schulter der Speichen um den an jedem Ende der Nabe befindlichen Einschnitt gelegt. Die inneren Flächen dieser Reifen sind kegelförmig, und entsprechen der Verdünnung der Einschnitte, so daß sie, wenn sie heiß angelegt werden, wohl über den großen Durchmesser der Einschnitte gehen, nach dem Abkühlen hingegen fest an Ort und Stelle gehalten werden. Die äußeren Enden der Speichen breiten sich, wie man bei ff sieht, nach beiden Seiten hin aus, so zwar, daß die äußerste Oberfläche dieser Art von Köpfen eine dem Kreise des Rades entsprechende Krümme bildet. Der Reifen des Rades besteht aus zwei winkeligen Ringen Schmiedeisen, wie man sie in dem Durchschnitte Fig. 53 bei g, g, g, g sieht, und diese Ringe sind an die Plattenköpfe der Speichen genietet. Das