Text-Bild-Ansicht Band 50

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Die Fläschchen, deren ich mich bediene, bestehen vorzugsweise aus Glas; ihre Form kann nach Belieben geändert werden. Die Flüssigkeit, die sie enthalten, kann aus Schwefelsäure, oder irgend einem anderen, die Entzündung der Kerzchen bedingenden Fluidum bestehen.

Fig. 1 ist ein Durchschnitt eines Fläschchens, in dessen Hals der verbesserte Pfropf a eingesenkt ist. Fig. 2 zeigt diesen Pfropf einzeln für sich in zwei verschiedenen Ansichten, und zwar, wenn man will, von natürlicher Größe. Ich verfertige diese Pfröpfe hauptsächlich aus Blei, und zwar mittelst einer Drukpresse und geeigneter Model, in denen ihre obere Fläche eine napfförmige, die untere hingegen eine convexe Gestalt erhält, während die Seiten einen nach Unten zu dünner werdenden Kegel vorstellen. Durch diesen Pfropf werden ein oder mehrere sehr feine Löcher gestochen, durch welche die Flüssigkeit in das Näpfchen gelangen kann.

Wenn der Pfropf auf diese Weise verfertigt, und der Hals des Fläschchens innen rauh und kegelförmig ausgerieben worden, so wird eine gehörige Quantität Schwefelsäure oder der sonstigen Flüssigkeit in das Fläschchen gegossen, und dann der Pfropf in den Hals eingesenkt, so daß er so fest wie ein Korkstöpsel hält, und keine Flüssigkeit ausfließen läßt.

Will man sich nun dieses Apparates bedienen, so muß man das Fläschchen zuerst schütteln, wo dann eine geringe Menge der darin enthaltenen Flüssigkeit an dem convexen unteren Theile des Pfropfes hängen bleiben, und nach dem Geseze der Haarröhrchen durch die kleinen, in dem Pfropfe befindlichen Löcher in die obere Concavität emporsteigen wird. Diese Wirkung wird durch die Wärme der Hand, in der man das Fläschchen hält, noch begünstigt werden, indem die Wärme die in, dem Fläschchen enthaltene Luft ausdehnen wird, so daß diese ihrerseits auch dazu beitragen wird, daß die Flüssigkeit durch die Löcher des Pfropfes emporsteigt. Die geringe Quantität Flüssigkeit, die sich auf diese Weise in der napfförmigen Höhlung ansammelt, wird zur Entzündung eines Kerzchens, dessen Enden mit irgend einer der Zündcompositionen (wie z.B. mit chlorsaurem Kali und Schwefel) versehen worden, hinreichen. Die Natur und die Eigenschaften der Zündcompositionen sind bekannt genug; ich brauche sie daher auch um so weniger zu beschreiben, als sie keinen Theil meiner Patentansprüche ausmachen.

Ueber diesen bleiernen Pfropf kann man nun einen gläsernen eingeriebenen Stöpsel in das Fläschchen steken, um die Einwirkung der Luft auf die Säure zu verhindern. Dasselbe kann auch durch einen elastischen, aus irgend einer geeigneten Substanz verfertigten