Text-Bild-Ansicht Band 50

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und luftdicht schließenden Dekel bewirkt werden. Ich lege jedoch hierauf keinen Patentanspruch, und betrachte überhaupt keinen solchen Stöpsel als wesentlich nothwendig, da das Eindringen von Feuchtigkeit aus der Luft in das Fläschchen größten Theils schon durch die Kleinheit der Oeffnungen in dem Pfropfe (welche gewöhnlich mit der Flüssigkeit gefüllt seyn werden) gehindert wird. Allein die geringe, in dem Näpfchen zurükbleibende Quantität Säure würde ohne Stöpsel wenigstens verdünnt werden, so daß man dasselbe von Zeit zu Zeit auswischen müßte, wenn man die Zündkerzchen zum Brennen bringen will. Die Zündkerzchen, die in diesen Fläschchen entzündet werden sollen, sind von zweierlei Art: d.h. sie geben entweder eine Flamme, mit der man ein Kerzenlicht ansteken kann; oder sie glimmen bloß, und dienen dann für den Gebrauch der Tabakraucher.

Bei der Fabrikation der ersteren verbinde ich beiläufig 6 oder 8 feine, leicht gedrehte Baumwollfaden, und ziehe diese durch ein Beken mit geschmolzenem Wachs, ganz so, wie man es bei der Fabrikation der gewöhnlichen Wachskerzchen zu thun pflegt; d.h. ich winde eine beträchtliche Menge solchen Baumwollgarns auf einen Haspel, und ziehe dann das Ende dieses Garnes unter einer Querstange, welche das Garn untergetaucht hält, weg durch das mit geschmolzenem Wachs gefüllte Beten. Das flüssige Wachs bildet, indem es an den vereinigten Baumwollfaden hängen bleibt, die Kerzchen, welche, um deren Oberfläche glatt zu machen, und um ihnen gleiche Dike zu geben, durch ein kleines, in einer Metallplatte angebrachtes Loch gezogen werden. Diese Metallplatte wirkt nämlich gleichsam als ein Zieheisen, und entfernt, so wie die Kerzchen in Folge der Umdrehung einer Trommel durch das in derselben befindliche Loch gezogen werden, alles überflüssige Wachs. Ein dreimaliges Durchziehen der Kerzchen durch das geschmolzene Wachs und durch die Ziehplatte wird hinreichen, um den Kerzchen die gehörigen Eigenschaften zu ertheilen. Wenn dieselben jedoch zum dritten Male durch die Ziehplatte gehen, so müssen sie mit einem feuchten Tuche gedrükt werden, damit sie etwas Politur erlangen, ehe sie in Stüke geschnitten werden.

Statt des Wachses lassen sich auch andere Substanzen, wie z.B. Harz und Talg, zur Verfertigung dieser Kerzchen benuzen, und wenn man will, kann man ihnen auch verschiedene andere Dinge zusezen, damit sie beim Brennen einen angenehmen Geruch verbreiten, und dergl.

Um nun die auf diese Weise mit brennbarer Substanz imprägnirten Baumwollfaden in Kerzchen von gehöriger Länge zu zerschneiden, müssen dieselben zuerst auf Haspel oder Spulen von großem