Text-Bild-Ansicht Band 50

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Hebel bestehen aus Stiften, welche durch Oehre gehen, die sich an der Spize des Rahmens u befinden, und an dem Hebel befindet sich ein sogenannter Tölpel oder ein Gewicht, welches denselben balancirt und das Schneidmesser emporhält. An dem Schieberahmen u ist ferner eine Zahnstange d festgemacht, und mittelst eines an der Welle f befindlichen Getriebes e wird der Schieberahmen u hin und her bewegt.

Wenn die Theile sich in der Stellung befinden, in der man sie in Fig. 6 sieht, d.h., wenn der Schieberahmen u so nahe an den Rahmen m gebracht worden, als es das Ende der Stellschraube n gestattet, so befinden sie sich in einem Zustande, bei welchem die Operation beginnen kann. Die erste Bewegung der Maschine besteht in einem Herabdrüken des Hebels b (Fig. 5 und 10), was der Arbeiter mit seiner Hand verrichten kann, und dadurch gelangt die Stange x herab, so daß alle Kerzchenschnüre zwischen den beiden schief abgeschnittenen Rändern x und w festgehalten werden. Wird nun die Kurbel g umgedreht, so greift ein an deren Welle befindlicher Triebstok in das Zahnrad h an der Welle f, wodurch die Zahnstange d in Bewegung gesezt, und der Rahmen u also so weit zurükgezogen wird, bis er durch das an dem unteren Theile des Rahmens befindliche Stük i angehalten wird, indem dasselbe gegen die Stellschraube k stößt, die die Entfernung, bis zu welcher der Schiebewagen auslaufen soll, und folglich auch die Länge der abzuschneidenden Zündkerzchen regulirt.

Ehe der Schieberahmen jedoch das Ende seines Laufes erreicht hat, gelangt ein Stift 1, der sich an der Seite der an der Welle f befestigten Scheibe m befindet, unter den horizontalen Arm des doppelten Hebels u, und hebt denselben empor. Das entgegengesezte Ende dieses doppelten Hebels ist aber mittelst einer Klaue an dem Bolzen s befestigt, und daher wird dieser Bolzen auf diese Weise aus dem Loche in dem gekrümmten Hebel r gezogen, so daß also die obere Wange k alsogleich herabfällt, und die Kerzchenschnüre festhält.

Unmittelbar nachdem die Wange herabgefallen, drükt der Arbeiter den Hebel c mit der Hand herab, und dadurch wird das Schneidmesser a gezwungen, alle die Enden der Kerzchenschnüre, welche über d hinausragen, abzuschneiden. Diese durch den ersten Schlag der Maschine abgeschnittenen Enden fallen weg. Die weitere Bewegung der Zahnstange und des Schieberahmens, wodurch derselbe bis zu dem Sperrer i gelangt, bewirkt, daß die schief abgeschnittenen Enden der Hälter w, x an den Enden der Kerzchenschnüre, die vorher durch das Herabfallen der oberen Wange k der Klauen k, l zusammengequetscht worden, das Wachs abgestreift wird, so daß daher jedes Kerzchen an dem einen Ende einen wachslosen, breiten Docht bekommt. Die schmalen Oeffnungen der gezähnten Platte y durch welche die Enden