Text-Bild-Ansicht Band 50

Bild:
<< vorherige Seite

an ihren inneren Rändern mit Leder oder einem anderen Materiale überzogen, und durch zwei Stifte bb mit einander vereinigt. Die obere Stange entfernt sich auf diesen Stiften von der unteren, und beide werden sie durch eine schwache Spiralfeder, die um jeden der Stifte gewunden ist, und sich zwischen den Stäben bewegt, von einander entfernt gehalten.

Wenn diese Zangen nun zum Behufe des Fassens der Kerzchen an die Maschine gebracht werden, so sind die Stäbe geöffnet, wie man sie in Fig. 13 sieht. Die Stellung, in der die Zangen an die Maschine gebracht werden, ist eine solche, daß die Enden der Kerzchen aus den Stäben hervorragen; drükt man die Stäbe mit den Fingern an einander, so halten sie die Kerzchen fest, indem sich, wie Fig. 14 zeigt, ein kleiner Fänger cc an jedem Ende der Bolzen dd gegen eine unter dem Kopfe eines jeden Stiftes befindliche Leiste stemmt. Fig. 15 zeigt diese Zange von Oben; Fig. 16 stellt einen der Stäbe für sich allein vor, und Fig. 17 und 18 sind Querdurchschnitte dieses Instrumentes.

Wenn nun die Zündcomposition mit Wasser angemacht worden, so wird diese halbflüssige Masse in eine flache Schüssel gebracht, damit man die Enden der von den Zangen gefaßten Kerzchen in dies selbe eintauchen kann. Ist das Eintauchen geschehen, so werden die Zangen mit den Kerzchen zum Troknen aufgehängt, und ist die Zündmasse an denselben troken und hart geworden, so läßt man die Kerzchen aus den Zangen fallen, indem man die Schnäbel ee der Schiebebolzen dd mit dem Zeigefinger und dem Daumen gegen einander drükt; hierdurch wird nämlich die zwischen den Schiebebolzen befindliche Feder f zusammengedrükt, so daß die Fänger cc unter den Köpfen der Stifte bb befreit werden, und daß sich die Stäbe also unmittelbar darauf öffnen.

Obwohl ich hier gesagt habe, daß der Hebel b (der zum Schließen der Stüke a und w und dazu dient, daß die Kerzchenschnüre in die Maschine gezogen werden), so wie auch der Hebel c (der dazu bestimmt ist, das Schneidinstrument z herabzudrüken, die Kerzchen abzuschneiden, und die Rahmen u hin und her zu bewegen) mit der Hand bewegt werden, so wird doch jeder Mechaniker von selbst ein sehen, daß diese Theile eben so gut auch durch eine Maschinerie in Bewegung gesezt werden können, indem deren Bewegung in regelmäßigen Zeiträumen zu geschehen hat. Eben so wird man auch einsehen, daß der Hebel der Wangen k und l durch einen geeigneten Mechanismus gehoben werden kann. Die ganze Maschine kann in der That arbeiten, ohne daß der Arbeiter etwas Anderes zu thun braucht, als die tragbaren Eintauchzangen zur Aufnahme der abgeschnittenen