Text-Bild-Ansicht Band 50

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Kerzchen an die Maschine zu halten, und sie dann zum Behufe des Eintauchens wieder zu entfernen. Ich habe es nicht für nöthig erachtet irgend einen derlei Mechanismus besonders zu beschreiben, indem man sich hierzu der Winkelhebel, eines Gestänges, verschiedener Hebel, der Muschelräder und anderer Vorrichtungen mit gleichem Erfolge bedienen kann. Eben so wird aus dem Gesagten auch erhellen, daß die Maschine so gestellt werden kann, daß sie Kerzchen von verschiedener Länge liefert.

Sollte man das Abschneiden der Kerzchen und das Abstreichen des Wachses oder der Composition lieber mit der Hand bewerkstelligen, statt daß man dasselbe von der Maschine bewirken läßt, so könnte dieß auch mittelst einer eigens geformten Scheere oder Zange, mit welcher man diese oder jene Menge von Kerzchen mit einem Male abzuschneiden im Stande wäre, geschehen. Fig. 19 gibt z.B. eine Seitenansicht einer solchen Scheere oder Zange, mit welcher man 5 Kerzchenlängen auf ein Mal abschneiden kann; man sieht hier die Wangen oder Blätter geöffnet und die Kerzchenschnur zwischen dieselben hineingebracht. Fig. 20 stellt, eine ähnliche Zange oder Scheere geschlossen, und die Kerzchen abgeschnitten dar. Fig. 21 ist eine Fronteansicht der Mündung der Zangen; und Fig. 22 gibt eine innere oder horizontale Ansicht derselben.

Will man sich solcher Zangen bedienen, so werden die Enden der Kerzchenschnüre a, a, a durch die Führungslöcher bb so in die Zangen gebracht, daß sie an das Aufhaltstük c, welches sich an der oberen Wange der Zange befindet, und welches je nach der Länge, die man den Kerzchen geben will, verschieden gestellt werden kann, anstoßen, dd sind die Schneidinstrumente, durch welche die Kerzchen abgeschnitten werden, ee sind zwei hervorragende Ränder, welche auf die Kerzchenschnur drüken, während die Schneidmesser dd ihre Arbeit vollbringen. Durch diese Ränder wird, so wie der Arbeiter die Zangen von den Enden der Kerzchen abzieht, von diesen Enden das überschüssige Wachs abgekrazt, gleich wie dieß auch bei der Maschine geschieht. Durch die Führungslöcher bb wird, das Kerzchenende, nachdem es plattgedrükt worden, wieder abgerundet. Die Kerzchenschnüre können durch eine auf einem Tische befestigte Führungsplatte geleitet werden, und so aus derselben hervorragen, daß der Arbeiter sie leicht abzukneipen im Stande ist. Statt der Klauen k und I können ein kleiner Hebel und ein Paar Klauen die Kerzchen festhalten.

Um Kerzchen zu bereiten, welche nur langsam oder wie Lunten brennen, und welche hauptsächlich zum Gebrauche für Tabakraucher dienen, nehme ich faserige Dochte, welche ich in eine Auflösung von Salpeter und Kleister tauche, um sie dann auf gleiche Weise in der