Text-Bild-Ansicht Band 50

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oder Steinmassen bestimmt, welche entweder statt der Baksteine und der natürlichen Steinblöke, oder je nach Umständen in Verbindung mit diesen beiden zum Baue von Gebäuden etc. benuzt werden können. Die Bestandtheile, aus welchen ich denselben zusammenseze, sind: kieselige oder andere geeignete, harte und unveränderliche Substanzen, Kalkpulver in reinem oder äzendem Zustande, und siedendes oder heißes Wasser. Zuweilen löse ich auch eine größere oder geringere Menge schwefelsaures Eisen, so wie auch käsige und andere Substanzen in dem Wasser auf. Zur Bereitung des Kalkes wende ich vorzugsweise solchen Kalkstein an, in welchem etwas Eisen enthalten ist, wie z.B. den Kalkstein von Dorking oder Reygate in der Grafschaft Surrey, den gelben oder blauen Liaskalk, oder irgend einen anderen tauglichen Kalkstein. Dabei bediene ich mich desselben im Zustande eines troknen Pulvers und nicht gelöscht, wie dieß gewöhnlich zu geschehen pflegt. Die kieseligen oder sonstigen harten Substanzen, deren ich mich bediene, können aus Flußoder Seesand, aus gesiebtem, gut ausgewaschenem und von allem Seesalze befreitem Kiese, aus zerschlagenen Kiesel- oder Flintensteinen, Quadersteinen, aus Kupferschlaken (copperslag), oder irgend anderen geeigneten Materialien bestehen. Alle diese Substanzen, so wie den Kalk, lasse ich einzeln mittelst der Hände oder mittelst jener Maschinerien, deren man sich bei der Fabrikation des römischen Kitts bedient, oder mittelst irgend einer anderen, zur Fabrikation meines künstlichen Steines besonders tauglichen Maschine in feinere oder gröbere Theilchen verwandeln. Im Allgemeinen wende ich nun diese Substanzen in folgendem Verhältnisse an: von den kieseligen oder sonstigen harten Substanzen nehme ich 30 Pfunde, von dem gepulverten Kalke drei Pfund, und von dem siedenden oder heißen Wasser, in welchem von den oben angeführten Substanzen aufgelöst ist oder nicht, ein Pfund 12 Unzen. Ich fand diese Verhältnisse nach meinen bisherigen Erfahrungen in der Praxis als die besten, behalte mir es aber vor, dieselben nach Bedarf und nach Umständen abzuändern.

Ich menge von diesen Substanzen nie eine größere Menge auf ein Mal unter einander, als zum Füllen des Models eben nothwendig ist, indem wegen der Hize, die durch das siedende oder heiße Wasser erzeugt wird, das Zusammenbaken unmittelbar, nachdem die Masse in den Model gebracht worden, beginnt. Im Allgemeinen wird die Masse nach Ablauf von beiläufig 10. Minuten so troken, daß die Seiten und Enden des Models entfernt werden dürfen, und daß der auf dem Boden des Models bleibende Blok an den Ort gebracht werden kann, an welchem derselbe erhärten und troknen soll.