Text-Bild-Ansicht Band 50

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Dieses Erhärten und Troknen erfolgt gewöhnlich nach 14 Tagen, wo dann die Steinmasse zur Anwendung fertig ist.

Beim Füllen der Model müssen alle die einzelnen Theile des Materiales sorgfältig und fest eingestoßen werden, damit die Luft ausgetrieben wird. Die überschüssige Masse wird dadurch weggeschafft, daß man mit einer geraden Eisenstange oder mit einem Streicher über den Scheitel des Models wegfährt. Ich kann übrigens, wenn man dieß verlangen sollte, alle in der vorderen Fläche des Blokes gelassenen leeren Räume oder Vertiefungen mit Materialien von feinerer Consistenz ausfüllen.

Die Model können in Hinsicht auf Form und Zusammenfügung je nach der Gestalt, welche man den künstlichen Steinmassen geben will, verschieden abgeändert werden; sie können nämlich eben, ausgerieft oder auf irgend eine andere Weise verziert seyn; sie können eine vierekige, kreisrunde oder irgend andere Form haben, so daß es unmöglich ist, alle dieselben durch Zeichnungen darzustellen. Um jedoch eine Idee von dem Baue derselben zu geben, will ich einige Zeichnungen beifügen, an welchen sich gleiche Buchstaben durchaus auch auf gleiche Gegenstände beziehen.

e ist der Boden des Models, welcher auf den beiden Querstüken ff ruht, und durch dieselben größere Festigkeit erhält. gg sind die Seiten des Models, in deren jeder sich zwei aufrechte Furchen hhhh befinden, die, wie man aus dem Grundrisse Fig. 39 sieht, zur Aufnahme und zum Festhalten der Enden ii des Models an den geeigneten Stellen dienen. Diese Seitenwände und Enden werden mittelst vier eiserner Stangen jjjj zusammengehalten, indem deren Enden rechtwinkelig gebogen sind, so daß sie Klammern bilden. Zwischen die inneren Enden dieser Klammern und die Seitenwände des Models werden hölzerne Keile getrieben, durch welche der Model zusammengehalten wird, wenn man sich desselben bedienen will, und welche eben so leicht wieder entfernt werden können, wenn man den Model aus einander nehmen will. An dem Boden des Models sind ferner auch zwei hölzerne Leisten k k befestigt, mittelst welcher die Seitenwände und die Enden stätig an ihrer Stelle erhalten werden können. Fig. 39 ist ein Grundriß des Models. Fig. 40 gibt einen Seitenaufriß, und Fig. 41 einen Endaufriß desselben. Fig. 42 ist ein Seitenaufriß und ein Durchschnitt nach der punktirten Linie ab in Fig. 39. Fig. 43 ist ein Seitenaufriß oder ein Durchschnitt nach der punktirten Linie cd in Fig. 39.

l bezeichnet in allen Figuren eine Stange, welche durch Oeffnungen, die sich in den Seitenwänden des Models befinden, gehen, und durch welche also ein Loch durch den künstlichen Stein erzeugt wird.