Text-Bild-Ansicht Band 50

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Ich lasse meine künstlichen Steine in freier Luft erhärten, und befeuchte sie hierbei sogar einige Male mit Wasser.

Ich erkläre schließlich, daß ich die Anwendung des heißen Wassers zum Anmachen von Mörtel nicht als meine Erfindung betrachte; denn meine Erfindung besteht in der Anwendung von siedendem oder heißem Wasser, in Verbindung mit troken gepulvertem Aezkalke und kieseligen oder anderen Substanzen, und zwar in den angegebenen Verhältnissen und nach der angegebenen Methode, um auf diese Weise künstliche Steine zu erzeugen.6)

XI. Bemerkungen über die als Schmuk dienenden Federn und über das Bleichen und Färben derselben. Von Hrn. Ph. Coulier.

Aus dem Journal des connaissances usuelles. Julius 1833, S. 34; September, S. 122; auch im Recueil industriel.

Der Handel mit Schmukfedern beschäftigt gegenwärtig in Paris allein ein Capital von mehreren Millionen, wovon 2/3 in fremde Staaten ausgeführt werden. Und doch findet man in keiner der technischen Zeitschriften, welche zu Paris erscheinen, auch nur einige genügende Aufklärung über das Verfahren der Federnschmüker, die denjenigen, die sich allenfalls mit einigen Versuchen hierüber beschäftigen möchten, als Anhaltspunkt dienen könnte. Um nun diese Lüke, die durch das, was im Dictionnaire technologique hierüber gesagt worden,7) um nichts kleiner wurde, etwas auszufüllen, will ich hier die Methoden beschreiben, deren man sich zu Paris beim Bleichen und Färben dieser Federn bedient, und denselben auch noch einige, mir eigene Erfahrungen beifügen.

Die Schmukfedern kommen, wie Jedermann weiß, von verschiedenen Vögeln; die ausgezeichnetsten derselben liefert uns jedoch der Strauß, der Riese der Vögel, der sich in den ungeheuren Sandwüsten Afrika's herumtreibt. Man findet zwar auch in Südamerika einige Arten von Strauß, allein ihr Gefieder steht im Allgemeinen

6)

Daß an diesem ganzen Patente nichts Neues ist, werden unsere Leser ersehen, wenn sie sich an die vielen, früher im polyt. Journale bekannt gemachten Aufsäze über Kitte oder Cemente, und namentlich an die vortreffliche Preisschrift unseres berühmten Hofrathes und Akademikers Fuchs, die wir in einem der lezten Hefte mittheilten, erinnern. Aus dieser lezteren werden sie auch Aufschluß erhalten, worin das Wesentliche des Verfahrens des Hrn. Ranger beruht.

A. d. R.

7)

Man findet dieß auch im Polyt. Journ. Bd. XLII., S. 200.