Text-Bild-Ansicht Band 50

Bild:
<< vorherige Seite

Das Waschwasser war süßlich, leicht getrübt und seifenartig; es ließ, nachdem es filtrirt und in einer Porcellanschale abgedampft worden, einen gummigen, schwach zukerigen, braunen Rükstand von 18 Grammen. Das Resultat dieses Versuches ist also kurz folgendes: 100 Theile magere Kleie verloren durch Auswaschen 45 Theile und diese 45 Theile bestanden aus:

Saz- oder Stärkmehl 25 1/2 Theilen
Gummigem, im Wasser enthaltenen Extracte 18 –
Verlust 1 1/2 –
–––––––––––
Summa 45. –

Folgende Tabelle enthält die vergleichsweise Analyse verschiedener Kleienarten.

Textabbildung Bd. 50, S. 56

Das Auswaschen geschah bei jeder Art von Kleie mit 3 Pfund destillirten Wassers von 12° C. Temperatur.

21)

Ich verdanke diese verschiedenen Muster der Güte des Hern d'Arblay, einem der ersten Getreidehändler zu Paris und Mitgliedes der Société centrale d'agriculture, der mich bei seinen Versuchen auch mit seinen Erfahrungen und ausgebreiteten Kenntnissen unterstützte. Die Muster die er mir lieferte, kamen von einer unserer besten Mühlen, in der Kleie am vollkommensten von dem Mehle abgeschieden wird.

A. d. O.

22)

Das Waschwasser wurde vor dem Abdampfen filtrirt.

A. d. O.

23)

In der Gesamtsumme der Producte der einzelnen Operationen ergibt sich ein kleines Deficit, welches von einem starken Troknen des Stärkmehles herrührt.

A. d. O.

24)

Ich versuchte es vergebens, die Kleie von der weißen Grüzenkleie abzuscheiden. Das Verhältnis der Grüze und folglich auch des Klebers ist in dieser Art von Kleie so groß, daß die Kleie nicht davon geschieden werden kann. man könnte die weiße Grüzenkleie füglich unter das Erdäpfel-Sazmehl mengen, und dann aus diesem Gemenge Brod baken.

A. d. O.