Text-Bild-Ansicht Band 50

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mit den übrigen Theilen der gewöhnlich gebräuchlichen Dampfmaschinen zu beschreiben.

An jener Form von Dampfmaschinen, die mir die liebste ist, und an welcher ich die Verdichtung mittelst eines Stromes kalter Luft bewerkstellige, bestehen die Feuerstelle und der Feuerzug, der Kessel, der Verdichter und der Luftbehälter aus 6 concentrischen Röhren, welche sich sämmtlich in aufrechter Stellung befinden. Die innere oder erste Röhre bildet die Feuerstelle und den Feuerzug und zugleich auch die innere Wand des Kessels; sie ist kegelförmig und ihr dünneres Ende ist nach Aufwärts gerichtet. Die nächstfolgende oder zweite Röhre ist cylindrisch; ihr Durchmesser ist beiläufig um 6 Zoll weiter, als jener des unteren Endes der ersten Röhre; sie bildet die äußere Wand des Kessels, so daß also zur Aufnahme des Wassers und des Dampfes am Grunde des Kessels im ganzen Umfange ein Raum von 3 Zollen, oben hingegen ein Raum bleibt, der um so viel weiter ist, als sich die innere Röhre gegen oben verdünnt. Die dritte Röhre hat einen um beiläufig 2 Zoll größeren Durchmesser als die zweite, und der zwischen ihr und der zweiten Röhre bleibende Raum, der ringsherum beinahe einen Zoll beträgt, wird mit Kohlenpulver oder irgend einem anderen schlechten Wärmeleiter ausgefüllt. Diese Röhre bildet zugleich auch die innere Wand des Luftbehälters. Die vierte Röhre ist beiläufig um 2 Zoll weiter als die dritte, und bildet die innere Wand des Verdichters. Die fünfte Röhre, welche beiläufig um 2 Zoll weiter ist, als die vierte, bildet die äußere Wand des Verdichters, während die sechste Röhre, deren Durchmesser beiläufig um 2 Zoll größer ist, als jener der fünften, die äußere Wand des Luftbehälters und zugleich auch die äußere Wand des ganzen Dampferzeugungs- und Verdichtungs-Apparates bildet, welcher aus der Feuerstelle, dem Feuerzuge, dem Kessel, dem Verdichter und dem Luftbehälter besteht. Alle diese Röhren werden aus Schmiedeisen verfertigt, und gehörig zusammengenietet; alle, mit Ausnahme der ersten, die, wie gesagt, am Boden weiter ist, als am oberen Ende, sind cylindrisch.

Die erste oder innerste Röhre ist am Boden verschlossen; in der Nähe des Bodens befindet sich jedoch an einer ihrer Seiten eine Oeffnung, durch welche die Roststangen eingesezt, und die Asche und Ueberreste der Kohlen herausgeschafft werden. An diese Oeffnung oder Mündung ist ein beiläufig 3 Zoll langes Halsstük angenietet, welches mittelst eines Randstükes eben da gegen die innere Wand der zweiten Röhre paßt, wo die beiden Röhren concentrisch sind. Durch die Wand dieser zweiten Röhre geht eine Oeffnung, die mit jener in der ersten Röhre correspondirt, und das Randstük ist so an