Text-Bild-Ansicht Band 50

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Das Vorzüglichste der fraglichen Maschine wird aus dem Fronte- und Seitenaufriß, der in Fig. 43 und 44 gegeben ist, deutlich werden, obwohl die Stellung des Schneidmessers eigentlich nur durch einen Durchschnitt durch die Mitte der Maschine vollkommen anschaulich gemacht werden kann.

Die Hauptdrehwelle a, a wird entweder durch eine Kurbel oder einen Griff, oder durch ein über den Rigger b gezogenes Laufband in Bewegung gesezt. An dem einen Ende dieser Welle ist das Fluge rad c angebracht, durch welches die Bewegung regulirt oder gleichmäßig gemacht wird. An eben dieser Welle ist ferner auch das Muschelrad oder das excentrische Rad d aufgezogen.

Die Speisungswalzen, zwischen welchen die Felle durchlaufen, sieht man bei ee; die obere Walze ruht auf der unteren, und wird durch belastete Hebel herabgedrükt. Die drehenden Bewegungen dieser Walzen sind durch Zahnräder, welche sich an deren Enden befinden, vermittelt.

Den Wagen des Schneidmessers sieht man zum Theil bei g, wie sich derselbe in Falzen in dem Gestelle schiebt. Seine Hin- und Herbewegung wird durch die Stange h hervorgebracht, die mit dem einen Ende mit einem excentrischen, in einem Arme des Flugrades befestigten Zapfen in Verbindung steht, während ihr entgegengeseztes Ende durch ein Gelenk mit dem hin und her schiebbaren Gestelle des Schneidinstrumentes oder mit dem Wagen verbunden ist.

Die Maschine arbeitet auf folgende Weise. Das Fell wird, nachdem es zwischen den Walzen durchgelaufen, ausgedehnt, und so über die Kante eines Riegels geführt, daß die rauhe oder haarige Leite desselben dem Messer zugekehrt ist. Die Welle a und mit ihr auch das excentrische Rad d wird in kreisende Bewegung versezt, und dadurch wird der größere Durchmesser veranlaßt, einen mit dem Sperrkegel i in Verbindung stehenden Hebel herabzudrüken. Auf diese Weise treibt der Sperrkegel das Sperrrad k jedes Mal um einen Zahn herum; und da dieses Sperrrad k an dem Ende der unteren Walze l befestigt ist, so gerathen beide Walzen in eine langsame kreisende Bewegung, durch welche das Fell immer nur um eine geringe Entfernung vorwärts getrieben wird. Bei jeder Umdrehung der Welle a erfolgt dieselbe Senkung des Hebels und des Sperrkegels i, indem dieselben jedes Mal, so oft das excentrische Rad seine Wirkung ausgeübt hat, wieder durch eine Feder emporgehoben werden. Durch dieses in gewissen Zwischenräumen erfolgende Herabdrüken des Hebels und des Sperrkegels wird das. Sperrrad in eine drehende Bewegung versezt, und in Folge dieser Bewegung wird