Text-Bild-Ansicht Band 50

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aus der Zeichnung deutlich hervorgeht. B ist eine Siedepfanne, die in ihrer Einrichtung den unter dem Namen der Howard'schen Vacuumpfannen bekannten ähnlich ist. Diese Pfanne B befindet sich innerhalb eines äußeren Gefäßes oder Behälters C, der, wie später erklärt werden wird, gleichsam als ein zur Erhaltung eines Vacuums dienender Dampfkessel wirkt. Dieser Behälter ist es auch, durch welchen die Pfanne B erhizt und geheizt wird. D ist eine gewöhnliche Sicherheitsklappe, die auf dem oberen Theile des Kessels C sizt; es ist offenbar, daß der auf dieselbe angebrachte Druk den auf die Siedepfanne wirkenden Grad von Hize reguliren wird. E ist eine Dampfröhre, welche den oberen Theil des Kessels C mit der Siedepfanne B verbindet, indem der Sperrhahn F, je nachdem es die Umstände erfordern, geöffnet oder abgeschlossen wird. G ist ein Dekel für den oberen Theil der Siedepfanne B; er ist eingerieben, so daß, wenn innerhalb der Siedepfanne der luftleere Raum gebildet ist, der Druk der atmosphärischen Luft das Gefüge luftdicht schließt. I ist eine Röhre, die an jenen Theil des Apparates führt, der zur Erzeugung des luftleeren Raumes bestimmt ist. J ist ein an der Röhre I befindliches Zwischengefäß, welches zur Aufnahme jener Flüssigkeit dient, die beim Sieden des Syrupes oder der sonstigen, in der Pfanne enthaltenen Flüssigkeit allenfalls überlaufen möchte. Aus diesem Gefäße kann die übergelaufene Flüssigkeit durch die Röhre und den Hahn K abgeleitet werden. Am Grunde der Siedepfanne B ist ein Zapfen oder eine Klappe L angebracht, die sich zum Behufe der Entleerung der Ladung in den Trog M öffnet, je nachdem sie mittelst des Hebels N geöffnet oder geschlossen wird. Da das Verfahren und das Sieden mittelst der Howard'schen Vacuumpfannen allgemein bekannt ist, so brauchen wir in keine weitere Beschreibung des bisherigen Verfahrens und Apparates einzugehen. Was die Siede- und Abdampfpfanne B betrifft, so bleibt dieselbe ganz so, wie sie bisher gebräuchlich war. Wir haben zwar an unserer Zeichnung die verschiedenen Apparate, die zum Bestimmen des Drukes und der Temperatur nöthig sind, weggelassen; allein dieß geschah bloß, um dieselbe nicht zu verwirrt zu machen, da sich unsere Erfindung nicht auf den Abdampfproceß, sondern bloß auf den Apparat bezieht, durch welchen eine derlei Art von Siedepfannen betrieben wird.

Fig. 38 ist ein Längendurchschnitt des Apparates, durch welchen der aus der Siedepfanne emporsteigende Dampf verdichtet wird, damit auf diese Weise ein Vacuum oder ein luftleerer Raum gebildet werde, welcher durch die größere oder geringere Menge des angewendeten Wassers und je nach der mehr oder minder schnellen Verdampfung regulirt wird.