Text-Bild-Ansicht Band 50

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oder Trokenofen in Verbindung gebrachten Verdichtungsapparat so viel als möglich fortwährend ein luftleerer Raum oder ein Vacuum unterhalten wird; indem die Brode oder Hüte unter diesen Umständen weit schneller durch und durch troknen werden.

Fig. 41 ist ein Durchschnitt eines solchen Trokenofens. X das Gehäuse, innerhalb welchem das Vacuum während der Arbeit unterhalten wird. Dieses Gehäuse ist als cylindrisch und an dem einen Ende halbkugelförmig geformt dargestellt; an seinem vorderen oder Fronteende ist ein Dekel eingerieben, der, wenn sich in dem Cylinder ein Vacuum befindet, durch den Druk der atmosphärischen Luft luftdicht geschlossen erhalten wird. Dieser Dekel wird übrigens, wie die Zeichnung zeigt, auch noch durch Schraubenklammern festgehalten. Y ist eine Dampfröhre, welche von einem Kessel mit hohem Druke ausläuft, und durch den Ofen X geht, so daß derselbe dadurch geheizt wird. An der inneren Wand des Trokenofens oder Gehäuses X sind Leisten angebracht, auf welchen sich offene Rahmen oder Bretter Z hin und her schieben lassen, und auf diese Rahmen oder Bretter werden die zu troknenden Zukerbrode oder Zukerhüte gelegt. a ist das Ende der Dampfröhre, durch welches der Dampf und das verdichtete Wasser austritt, nachdem derselbe das Gefäß X erhizt hat. I ist eine Röhre, welche in einen Vacuumkessel führt, den ich nicht abzubilden für nöthig hielt, indem derselbe auf ähnliche Weise erbaut ist, wie der in Fig. 38, 39 und 40 abgebildete. An dieser Röhre I befindet sich ein Sperrhahn, mittelst welchem die Verbindung zwischen dem Trokenofen und dem Vacuumkessel unterbrochen werden kann. b ist ein Hahn, durch welchen Luft eingelassen werden kann, damit sich der Dekel abnehmen läßt, wenn man die getroknete Zukerladung aus dem Trokenofen herausschaffen will.

Die Art und Weise, auf welche man unseren Apparat, und zwar zuerst den in Fig. 35 bis 40 abgebildeten anwendet, ist folgende. Wenn in das äußere Gefäß C Wasser gebracht worden, und wenn sich aus diesem Wasser Dampf entwikelt, so läßt man denselben durch die Röhre E in die Siedepfanne B strömen, und dadurch die darin enthaltene Luft durch die Klappe L, die zu diesem Behufe geöffnet wird, austreiben. Die in dem Vacuumkessel O enthaltene Luft wird gleichfalls durch den Dampf, den man einströmen läßt, bei dem Hahne F ausgetrieben, so daß auf diese Weise der ganze Apparat mit Dampf erfüllt wird. Ist dieß erfolgt, so wird der Hahn C und auch der an der Röhre E befindliche Hahn F geschlossen und ein Wasserstrom durch die Röhre S geleitet, die zu diesem Behufe mit einem ober ihr befindlichen Wasserbehälter verbunden, oder auf irgend eine andere Weise gespeist werden kann. Dieser