Text-Bild-Ansicht Band 50

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Troknen auf diese Weise gewiß eine wesentliche Verbesserung erleidet. Wenn die Zukerladung wieder aus dem Trokenofen herausgeschafft werden soll, so wird der Sperrhahn an der Röhre I geschlossen, und dafür der Hahn b geöffnet, damit Luft in den Ofen eindringen, und der Hahn geöffnet werden kann.

Wir haben hier verschiedene Theile beschrieben, die an und für sich nicht neu sind; von diesen nehmen wir keinen als unsere Erfindung in Anspruch, ausgenommen sie sind zu dem beschriebenen Apparate mit einander verbunden. Wir beschränken uns übrigens durchaus nicht auf die abgebildeten Formen derselben, da diese Formen mannigfaltig abgeändert werden können. Unsere Erfindung liegt 1) in der Verbindung der Gefäße B, C, P, O zu einem Apparate, mit welchem im luftleeren Raume gesotten werden kann, und an welchem bloß der Kessel C zum Heizen der Siedepfanne B und zum Erzeugen des Vacuums oder des luftleeren Raumes in dem ganzen Apparate dient; und 2) in dem beschriebenen Apparate zum Troknen der Zukerbrode oder Zukerhüte im Vacuum, dieser Apparat mag mit dem vorhergehenden in Verbindung gebracht werden oder nicht.

LXI. Bericht des Hrn. Payen über den Milchmesser oder Lactometer des Hrn. Collardeau.

Aus dem Bulletin de la Société d'encouragement. August 1833, S. 275.

Man beschäftigte sich bereits schon längere Zeit mit der Auffindung von Mitteln, durch welche sich die immer häufiger und häufiger werdenden Verfälschungen eines der vorzüglichsten Nahrungsmittel, der Milch, entdeken ließen, damit denselben hierdurch zugleich auch auf die einfachste Weise abgeholfen und vorgebaut werden könnte. Die Administrativbehörden, die Gesundheitsconseils, die medicinischen Gesellschaften mancher Gegenden unterzogen sich schon mannigfach dieser Aufgabe, ohne dieselbe jedoch zu einer glüklichen Lösung gebracht zu haben.

So zahlreich diese Verfälschungen sind, so muß man doch bekennen, daß dieselben im Allgemeinen nichts mit sich bringen, was der Gesundheit schädlich wäre. Die zahlreichen Versuche, die in dieser Hinsicht angestellt wurden, haben nämlich erwiesen, daß der einzige Zusaz von Bedeutung, welcher gewöhnlich gemacht wird, nur in der Absicht geschieht, dadurch die Menge der Milch zu vermehren, und daher fast immer in reinem Wasser besteht; daß der geringe Zusaz einer färbenden Substanz, welche der verdünnten Milch wieder