Text-Bild-Ansicht Band 51

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denn obschon die Fabrikanten die Untauglichkeit der Zähne sehr wohl wissen, so scheuen sie doch die Ausscheidung derselben wegen des Gewichtsverlustes, den sie sonst erleiden würden.

Wir haben schon oben bemerkt, daß man alle fleischigen und faserigen Theile sorgfältig von den Knochen trennen muß, und können den Fabrikanten diese Vorsichtsmaßregel nicht genug empfehlen; vernachlässigt man sie, so erhält man eine thierische Kohle, welche mit einer bedeutenden Menge glänzender, gar nicht entfärbender und vollkommen unnüzer Kohle vermengt ist.

Die thierische Kohle muß, wenn sie gut bereitet ist, eine schwarze, matte, sehr dunkle Farbe haben; hat die Farbe einen Stich ins Röthliche, so ist dieß ein Zeichen, daß die Calcination nicht vollkommen genug geschehen. Findet man weiße Punkte in ihr, so rühren dieselben entweder davon her, daß die Zähne nicht ausgesucht worden, oder daß man einige weiß gebrannte Knochen unter den übrigen ließ.

Ich hatte mir, um diesem Aufsaze mehr Vollkommenheit zu geben, vorgenommen auch den Preis anzugeben, auf welchen diese entfärbende Substanz zu stehen kommt; ich erkundigte mich daher zur Ergänzung meines eigenen Wissens in dieser Hinsicht bei mehreren Fabrikanten, muß aber gestehen, daß ich nicht im Stande war, mir die gehörige Aufklärung hierüber zu verschaffen. Bei allen Fabrikanten, bei denen ich anklopfte, fand ich Mund und Thüre verschlossen. Sie behaupten zwar sämmtlich, daß ihre Fabrikation ihnen nur einen sehr geringen Gewinn abwerfe; allein aus der Geheimnißkrämerei, mit der sie alle ihre Operationen umgeben, läßt sich gerade das Gegentheil vermuthen. Ich glaube daher, daß dieß ein Grund mehr seyn dürfte, der die Runkelrübenzuker-Fabrikanten zur eigenen Bereitung ihres Bedarfes an thierischer Kohle bestimmen sollte. Sie werden ganz gewiß ihren Vortheil dabei finden; die Kohle wird ihnen wohlfeiler zu stehen kommen; sie werden die oft nicht unbedeutenden Transportkosten ersparen, und immer von der Güte und Beschaffenheit ihres Fabrikates überzeugt seyn. Die ganze Fabrikation ist zuverlässig nicht so schwierig, als man es allgemein glauben machen möchte; einige wenig kostspielige Versuche werden, ich bin es überzeugt, schnell zur wünschenswerthen Vollkommenheit führen.

Von dem Pulverisiren der gebrannten Knochen.

Die Knochen haben, wenn sie aus den Calcinirgefäßen kommen, noch dieselbe Form, die sie vor der Calcination hatten; man muß sie daher, um sich ihrer bedienen zu können, mahlen oder auf andere Weise zerkleinern. Die Methoden, deren man sich hierzu bedient, sind folgende.