Text-Bild-Ansicht Band 51

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Wenn man den Herd und das Aschenloch unter der Erde anbringt, so wird der Trokenherd eine tiefere Stellung erhalten, so daß man die auf denselben gebrachte Kohle leichter umrühren kann.

Die Thüre, bei welcher man die Töpfe oder die Tiegel in den Ofen bringt, muß, wenn der Ofen gefüllt ist, mit Ziegeln und Thon verschlossen werden. Gut ist es, wenn man in der Mitte dieses Mauerwerkes, welches bei jeder Operation erneuert werden muß, einen schmiedeisernen Ring von einigen Zollen im Durchmesser anbringt. Durch diesen Ring, welcher mit einem starken Eisenbleche verschlossen werden muß, kann man nämlich in das Innere des Ofens sehen. Manchmal wird auch die ganze Oeffnung mit einem Ofenthürchen aus Eisenblech verschlossen, wo jedoch mehr Hize verloren geht.

Damit der Ofen schneller auskühlen kann, muß an der der eben beschriebenen Thüre gegenüber liegenden Seite des Ofens eine zweite Thüre angebracht seyn. Wenn man nämlich diese zweite Thüre gleichfalls öffnet, so entsteht ein Luftzug im Ofen, in Folge dessen die Temperatur weit schneller sinkt. Die in der Zeichnung dargestellten Töpfe oder Tiegel sind etwas zu hoch; ihre Größe soll von der Art seyn, daß man vier solcher Tiegel auf einander stellen kann.

Erklärung der Abbildung.

Fig. 20 ist ein Durchschnitt des Ofens nach der Linie AB.

Fig. 21 ist ein Durchschnitt nach der Linie CD.

Fig. 22 ein Grundriß in der Höhe von EF.

Fig. 23 ein Grundriß über dem Ofen genommen.

a ist eine zum Feuerherde f führende Stiege.

b sind die Gewölbe, auf denen die Töpfe oder Tiegel ruhen.

c, die Räume, durch welche die Flamme und der Rauch dringen.

d, der in den Rauchfang führende Feuerzug.

e, die Thüre des Feuerherdes.

f, der Feuerherd.

g, gußeiserne Roststangen.

h, das Aschenloch.

i, ein freier Raum vor dem Ofen.

j, der Raum, in welchem die Tiegel untergebracht werden.

k, die Thüre, bei welcher die Tiegel eingesezt und herausgenommen werden.

l, der Trokenherd.

m, Canäle aus Eisenblech, bei welchen die getroknete Kohle herausgeschafft wird.

n, eiserne Stangen, auf denen die Baksteine und Dachziegel, die den Trokenherd bilden, ruhen.