Text-Bild-Ansicht Band 51

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3) läßt sich die Arbeit auf äußerst beschränkten Räumen mannigfaltig abändern, und der Natur der verschiedenen Gegenstände, die sie vorstellen sollen, anpassen;

4) wird die Tiefe der Grübchen immer gleichmäßig, was bei der Verfertigung derselben mit der Hand nicht möglich war;

5) kann man auf diese Weise Platten erzeugen, von denen die eine der anderen vollkommen gleich ist.

Die Commission hat sich bei vielen Künstlern erkundigt, und überall die Versicherung erhalten, daß die mechanisch zubereiteten Platten vor den gewöhnlichen den Vorzug verdienen; es ist daher zu erwarten, daß diese Methode bald allgemein Eingang finden wird, obschon sich auch hier das Vorurtheil und der Schlendrian entgegenstemmten.

XXIV. Ueber die stellenweise und warzenförmige Oxydation des Eisens.

Aus dem Temps, vom 7. Januar 1834.

Die HH. Becquerel und Dumas erstatteten der Pariser Akademie der Wissenschaften Bericht über eine Abhandlung des Hrn. Payen, betitelt: über die stellenweise und warzenförmige Oxydation des Eisens.

Die Stadt Grenoble ließ mit großen Unkosten eine Wasserleitung mit gußeisernen Röhren herstellen, um das Wasser aus zwei entfernten Quellen herzuleiten. Da die Menge des durch diese Canäle laufenden Wassers sehr auffallend abgenommen hatte, so spürte man der Ursache davon nach und glaubte sie in dem Vorkommen von eisenhaltigen Warzen (oder Knoten) gefunden zu haben, die sich im Innern bildeten und so schnell anwachsen, daß man befürchten muß, sie werden endlich den Hohlraum der Röhren ganz verstopfen. Der Maire von Grenoble erließ bei dieser Gelegenheit ein Rundschreiben an alle Personen, die sich mit Physik und Chemie beschäftigen, um durch sie die Mittel zu erfahren, wodurch sich diesem nachtheiligen Umstande abhelfen ließe. Hr. Payen, an welchen ein solches Rundschreiben gerichtet war, glaubte, daß die Bildung dieser eisenhaltigen Auswüchse eine derjenigen ganz ähnliche Erscheinung ist, welche er bei seinen Versuchen über die Wirkung alkalischer Auflösungen auf das Eisen beobachtet hatte.20)

Ein blanker eiserner Cylinder wird lange Zeit gegen die Oxydation

20)

Polyt. Journal Bd. XLVI. S. 267.