Text-Bild-Ansicht Band 51

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zu vermindern. Mit einem solchen Dochte kann man nämlich eine gleichmäßige Wärme von 30° unterhalten, welche für alle Fälle hinreicht, da man bei ihr gezwungen wird, die Stellung der Füße von Zeit zu Zeit zu wechseln.

Alle diese Versuche wurden an einer mittelst Gukfenstern verschlossenen Calesche angestellt; sie sind zwar nicht so zahlreich, als daß man aus denselben positive Resultate über das Verhältniß entnehmen könnte, welches in Bezug auf die größere oder geringere Wärme des Behälters zwischen der inneren Temperatur des Wagens und der äußeren Temperatur bestehen muß. Allein dieses Verhältniß wird sich immer nur sehr schwer unter ein bestimmtes Gesez bringen lassen, weil alle Wagen, wie sorgfältig sie auch gebaut seyn wögen, immer eine größere oder geringere Menge von der äußeren Luft eindringen lassen, und zwar je nach den beständigen Erschütterungen, welche die Wagen fortwährend erleiden, und je nachdem die Schläge oder die Gukfenster mehr oder minder oft geöffnet werden müssen. Uebrigens geht aus diesen Versuchen doch so viel hervor, daß, wenn sich die innere Temperatur des Wagens auch bei Weitem nicht so sehr erhöhte, wie jene der Fußplatte, sie im Vergleiche mit der äußeren Temperatur doch immer stieg, und daß die Kälte, wie groß sie auch seyn mag, doch nie die Erwärmung der Fußplatte hindert; worauf es doch hauptsächlich ankommt, da man sich an den übrigen Theilen des Körpers weit leichter gegen die Einwirkungen der Kälte zu schüzen im Stande ist. Außerdem haben diese Versuche auch erwiesen, daß diese Heizmethode durchaus keine Feuersgefahr mit sich bringt, und noch weniger einen üblen Geruch und Rauch im Wagen erzeugt, wie einige befürchteten. Nur die mit Sand gefüllten Behälter sind der Einwirkung der Flamme ausgesezt, und die Luft, welche durch die in dem Lampengehäuse angebrachten Oeffnungen zum Behufe der Unterhaltung der Verbrennung eindringt, bewirkt, daß der untere Theil dieses Gehäuses nie sehr warm wird. Da zwischen diesem lezteren Theile des Apparates und dem Boden des Wagens übrigens durchaus kein Gefüge besteht, so ist es ganz unmöglich, daß ein übler Geruch oder Rauch in den Wagen dringen könne.

Die Commission hatte zwar nicht Gelegenheit die Versuche des Hrn. Grafen Perrochel zu wiederholen; allein die Autorität dieses um die Förderung der Industrie Frankreichs so hoch verdienten Mannes ist gewiß hinreichend, um ihr die Ueberzeugung zu schaffen, daß sein Apparat sehr zwekmäßig und sehr nüzlich ist, daß man mit dessen Hülfe dem Boden der Wagen ohne alle Gefahr und ohne