Text-Bild-Ansicht Band 51

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oberflächliche Angabe dadurch, daß er sagt, daß innerhalb des Rumpfes ein Extraverdek für die Passagiere und die Schiffsmannschaft gebildet, und in den unteren Theilen Luftbehälter angebracht werden sollen. Allein damit ist die Sache noch nicht deutlich, und wir vermuthen nur aus der rohen, der Patenterklärung beigefügten Zeichnung, daß jener Theil des Bootes, den die Passagiere und die Schiffsmannschaft einnehmen sollen, ein eigenes und selbstständiges Fahrzeug innerhalb des Rumpfes bildet) auf welche Weile jedoch beide Theile mit einander verbunden sind, und wie sie wieder von einander getrennt werden sollen, sind wir nicht zu entziffern im Stande. Uebrigens wurden bereits schon früher doppelte und von einander trennbare Rumpfe, und Luftgefäße, welche denselben Schwimmkraft geben sollen, in Vorschlag gebracht, so daß auch hierin nichts Neues enthalten ist.“

Verfahren beim Durchsägen des Gußeisens mit gewöhnlichen Sägen.

Ein Hr. M. du F. hat mehrere Versuche über das Durchsagen des Gußeisens nach den Angaben des Hrn. D'Arcet angestellt, und dabei gefunden, daß man das Gußeisen erhizt sehr wohl mit einer gewöhnlichen Sage durchschneiden könne. Die Resultate, die sich bei seinen verschiedenen Versuchen hierüber ergaben, sind folgende: 1) daß sich das Gußeisen, wenn man es erhizt, beinahe eben so leicht und eben so schnell durchsagen läßt, wie trokenes Holz. 2) daß man, um den Widerstand zu vermindern, der Sage nur einen sehr schmalen Sageschnitt geben dürfe. 3) daß das im Ofen erhizte Gußeisen leichter zu sägen ist, als das in der Esse erhizte, weil elfteres an allen Stellen gleichmäßig erhizt wird, wahrend lezteres an dem der Gebläsröhre zunächst gelegenen Theile beinahe in Fluß geräth, an dem entgegengesezten Ende hingegen noch kaum rothglühend ist. 4) daß man das Gußeisen nicht zu sehr erhizen dürfe; denn wenn sich dessen Oberfläche dem flüssigen Zustande zu sehr nähert, so verlegt sich die Säge, und die ganze Operation geht schlecht von Statten. 5) daß die Säge mit großer Geschwindigkeit geführt werden muß, weil sie sich dann am wenigsten erhizt, und die reinste Durchschnittsfläche gibt. 6) endlich, daß das Gußeisen immer so gestellt werden müsse, daß es überall, ausgenommen unter der Durchgangsstelle für die Sage, lothrecht ist, weil man sonst Gefahr läuft, daß das Gußeisen vor dem Ende der Operation zerspringt. – Hr. Molard hat dieses Verfahren im Conservatorium der Künste und Gewerbe an gußeisernen Stüken von 0,27 Meter im Gevierte und an Platten von verschiedener Dike mit einer gewöhnlichen Holzsäge wiederholt, und überall gelang ihm dasselbe, ohne daß die Zähne der Sage auch nur im Geringsten Schaden gelitten hätten. Er beobachtete, daß das Gußeisen dabei nur bis zum Kirschrothglühen erhizt werden dürfe, daß der Sageschnitt schmal seyn müsse, und daß Man schnell und mit der ganzen Länge des Sägeblattes sagen soll. Mehrere Arbeiter scheinen dieses Verfahren bereits zu kennen, wenigstens sah Hr. Picet einen Arbeiter in der Fabrik des Hrn. Paul zu Genf eine erhizte eiserne Röhre, und Hr. Molard einen Arbeiter des Hrn. Voyenne mehrere Platten mit der Säge durchsägen. (Journal des connaissances usuelles. Januar 1834, S. 44.)

Einfache Methode das Anlaufen goldener und silberner Medaillen zu verhindern.

Sowohl goldene als silberne Medaillen erleiden, wenn sie nicht in sehr gut schließenden Etuis aufbewahrt werden, in Folge der in der Luft enthaltenen Dünste nach und nach eine merkliche Veränderung; sie werden matt und laufen an. Diesem unangenehmen Umstände läßt sich; wie Hr. A. Chevallier im Journal des connaissances usuelles, Januar 1834, sagt, sehr leicht abhelfen. Man soll nämlich die Medaillen nur mittelst einer Bürste mit Spanischweiß, welches mit Weingeist angerührt worden, reinigen, dann abwaschen und sorgfältig abtroknen. Die auf diese Weise gereinigten Medaillen soll man hierauf, um das abermalige Anlaufen derselben zu verhindern, mit einem Pinsel mit einer vollkommen reinen Gummiauflösung überstreichen, und dann troknen lassen, Das