Text-Bild-Ansicht Band 51

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augenbliklich abzumodeln im Stande ist, ohne daß das Original auch nur den geringsten Schaden dadurch leidet, und daß er in wenigen Stunden eine beliebige Anzahl von Copien, die kaum von dem Originale zu unterscheiden sind, zu liefern vermag.

Hr. Douault-Wieland hat sich auf diese Weise die größte und schönste Sammlung von Abdrüken verschafft, die es gibt; denn seine Sammlung enthält an Medaillen, Basreliefs, Cameen etc. über 8000 verschiedene Gegenstände. Er verfertigt gegenwärtig eine schöne Sammlung der Bildnisse aller Könige, welche von Pharamund bis auf Ludwig Philipp in Frankreich regierten. Sämmtliche Medaillen und deren Kehrseiten sind nach Linien von 16 Zoll Länge auf 9 Zoll Höhe geordnet, und jede Medaille ist mit ihrer Kehrseite in einem eigenen Rahmen angebracht. Die Mitte jeder Quadrille ist durch eine Verzierung aus rothem Glase geschieden; die Bordüre hingegen besteht aus smaragdgrünem Glase. Die ganze Sammlung wird aus 314 Stüken bestehen, und sich nicht nur durch ihr schönes und gefälliges Aussehen auszeichnen, sondern auch den besten Ueberblik über die Geschichte Frankreichs geben, so daß es zwekmäßig seyn dürfte, deren Anschaffung allen Museen, Bibliotheken etc. zu empfehlen.

Bei den großen Fortschritten, welche Hr. Douault-Wieland in der Fabrikation der künstlichen Steine machte, fand sich derselbe auch bewogen zwei höchst interessante Sammlungen zu verfertigen, die nicht bloß für die Mineralogen vom Fache, sondern überhaupt für diejenigen, die die Edelsteine, deren sich die Juweliere bedienen, kennen lernen wollen, von größter Wichtigkeit seyn dürften. Die eine dieser Sammlungen soll nämlich die Grundformen und die vorzüglichsten secundären Formen und Varietäten der Edelsteine nach Hauy's Krystallographie enthalten; in die zweite sollen hingegen jene Formen derselben kommen, in welchen sie gewöhnlich von den Juwelieren verarbeitet werden, so wie auch Nachbildungen der größten und ausgezeichnetsten Edelsteine, welche in den Schazkammern der Monarchen existiren. Diese beiden Sammlungen dürften, wie wir glauben, eine jener Lüken ergänzen; die man in den meisten Mineraliensammlungen trifft, und nicht wenig zur Erweiterung der Kenntniß in der Kunst der Juweliere beitragen, so daß deren Anschaffung allen Mineraliencabinetten empfohlen zu werden verdient.

Wir schlagen daher vor, sagt die Commission, gegenwärtigen Bericht den Ministern des Innern, des öffentlichen Unterrichtes und des Handels mitzutheilen, um dieselben zu veranlassen für die Museen und öffentlichen Bibliotheken die Sammlung der Regenten Frankreichs anschaffen zu lassen; wir schlagen ferner vor, Hrn. Douault-Wieland