Text-Bild-Ansicht Band 51

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läßt man das Burgunderpech und den Terpenthin einzeln zergehen, um sie dann durch eine Strohdeke zu seihen, und gegen das Ende des Sudes nach und nach in den Kessel zu gießen.

Ein zweites Gemisch ist folgendes:

15 Theile Fischthran,
15 – Sommerrepsöhl (huile de rabette),
15 – gereinigtes Stokfischöhl,
2 1/2 – feiner Terpenthin,
2 1/2 – Burgunderpech,
–––––––––
50 Theile

welche auf die beschriebene Weise erhizt werden.

Eine dritte Zusammensezung bereitet man nach folgender Vorschrift:

15 Theile Sommer- oder Winterrepsöhl,
30 – Oehl aus Fischthranhefen gewonnen, indem man
dieselben bei einer gelinden Wärme, bei welcher ein
Theil des Fleisches der Leber zergeht, auszieht,
2 1/2 – feinen Terpenthin,
2 1/2 – Burgunderpech,
–––––––––
50 Theile,

welche auf die angegebene Weise behandelt werden.

Eine vierte Vorschrift endlich ist folgende:

35 Theile Sommerrepsöhl, welche im Winter bei der Dampfhize,
im Sommer hingegen an der Sonne einen Monat lang
über einer großen Menge gestoßener Fische gestanden,
und welche durch diese Digestion den Fischthran
aufgenommen haben. Das Oehl muß über Kohle und
Wolle filtrirt werden,
10 – Nußöhl, die auf gleiche Weise mit Fischthran gesättigt
worden,
2 1/2 – seiner Terpenthin,
2 1/2 – Burgunderpech,
–––––––––
50 Theile,

die der oben beschriebenen Behandlung unterworfen werden müssen.

Von den Ausfettungsstoffen(dégras)

Diese Stoffe bestehen:

1) aus dem fettesten Theile der oben beschriebenen Oehle, welches in Form einer Pomade gerinnt;

2) aus allen Arten fettiger Stoffe, welche mit Kalk-, Kreiden- oder Potaschenlauge gereinigt worden;

3) aus allen Arten Hefen vegetabilischer und thierischer Oehle. Man vermengt:

12 Theile der oben erwähnten gestokten selten Oehle,
6 – gereinigte Hefen und gallertartige Substanzen
1 – feinen Terpenthin,
1 – Burgunderpech, welche beide lezteren dazu bestimmt
sind, die Häute wasserdicht zu machen,
––––––––
20 Theile