Text-Bild-Ansicht Band 55

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leichter in den Röhren; allein es scheint nicht, daß er deßhalb mehr Hize gibt, als er gibt, wenn man ihn für sich allein erhizt. (Aus dem Edinburgh new Philosophical Journal. Julius – Oktober 1834, S. 392)

Bleidraht zum Anbinden der Aeste der Spalierbäume.

Hr. Sosthène Ratier gibt im Journal des connaissances usuelles November 1834, S. 230, Bleidrähte als das beste und vorteilhafteste Material zum Befestigen der Aeste der Spalierbäume an. Er meint, jeder Gärtner und Landwirth könne sich diese Bleidrähte je nach der Dike, von der er sie bedarf, leicht selbst verfertigen, wenn er sich ein Zieheisen von 7 bis 8 Zoll Länge und 1 1/2 Zoll Breite, welches mit einigen und 50 Löchern versehen ist, anschaffen will. Er bewerkstelligt dieß wenigstens, indem er von einer Bleiplatte von 1 bis 2 Linien Dike mit einer Scheere Streifen abschneidet, welche er, nachdem er sie am Ende gehörig zugehämmert, mit einer Zange durch die Löcher des Zieheisens zieht. Man hält dieses Material, auf welches ein Ingenieur zu Lorient kam, einigen angestellten Versuchen gemäß, für so vortrefflich, daß der Erfinder desselben ein Patent zu nehmen gesonnen ist. (Ist in Deutschland nichts Neues!)

Ueber die gegossenen Bleiplatten des Hrn. Voisin.

Schon seit mehreren Jahren, sagt Hr. Payen in einem an die Société d'encouragement Berichte, traten die Fabrikanten ausgewalzter und gegossener Bleiplatten mit einander in Concurrenz, wodurch der Preis der Façon bei 100 Kilogr. von 10 auf 8 Franken herabfiel. Die Vorzüge der aus reinem, unlegirten Blei gegossenen Platten vor den ausgewalzten, und namentlich der Umstand, daß leztere keine Sprünge, keine aufgelegten Blättchen und keine der anderen Fehler haben, die man an den ausgewalzten Platten häufig trifft, bestimmten die Fabrikanten sich zur Verfertigung der Kessel ohne Nath oder Löthung, wie sie die Schwefelsäure-Fabrikanten, die Probirer und Feinmacher etc. brauchen, hauptsächlich der gegossenen Bleiplatten zu bedienen. Das einzige Hinderniß, auf welches man hiebei stieß, bestand darin, daß man bisher nur Platten von höchstens 2 Meter Breite zu gießen im Stande war, und daß der gleichen Platten also zur Verfertigung großer Kessel nicht ausreichten. Hrn. Voisin in Paris, rue Neuve-St.-Augustin, No. 32 ist es nun endlich gelungen, auch dieses Hinderniß zu beseitigen, und mit Hülfe eigener Vorrichtungen beinahe ganz fehlerfreie, 1 bis 3 Linien dike Bleiplatten von 3,046 Meter Breite und 8,120 Meter oder 25 Fuß Länge zu gießen. Es ist hiedurch den Bedürfnissen der Fabrikanten auf eine um so glüklichere Weise abgeholfen, als Hr. Voisin sich die Façon seiner neuen großen Platten um nichts theurer zahlen läßt, als man früher die Façon der kleineren bezahlte. (Aus dem Bulletin de la Société d'encouragement. August 1834, S. 312.)

Ueber den Gehalt des Eisens an Schwefel.

In einer Abhandlung, welche Hr. West vor der British Association in Edinburgh vortrug, behauptet derselbe aus zahlreichen Versuchen gefunden zu haben, daß nicht nur alles Gußeisen, sondern auch selbst das beste Stabeisen eine merkliche Quantität Schwefel enthält, welche sich bei der Behandlung des Eisens mit Salzsäure durch die Entbindung von Schwefelwasserstoffgas zu erkennen gibt. Er dringt auf eine genaue Bestimmung dieses Schwefelgehaltes zur Ermittelung der Güte des Eisens. (Edinburgh new Philosophical Journal, Julius – Oktober 1834.)

Thomas Sherman's Verbesserungen in der Ziegelfabrikation.

Thomas A. Sherman von Scriba, in der Grafschaft Oswego, ließ sich am Erde des vorigen Jahres in den Vereinigten Staaten von Nordamerika ein Patent auf Verbesserungen in der Ziegelfabrikation geben, welche sich nicht nur