Text-Bild-Ansicht Band 44

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Diese Anordnung bringt den Vortheil, daß man viel dünnere, leichtere und wohlfeilere Schienen anwenden kann; daß man die Stökel von Gußeisen ganz entbehren kann, und daß ein gemeiner Maurer mit seiner Sezwage das vollbringen kann, wozu bis jezt der Beistand von Ingenieuren nöthig war. Ohne Zweifel war eine Zeit, wo zur Herstellung eines elenden kleinen Bogens Baukünstler berufen werden mußten, und heut zu Tage ist jeder Steinmez, jeder Maurer im Stande, jedes Gewölbe zu bauen. Bemühen wir uns, daß es mit den Eisenbahnen auch bald dahin komme.

Um nun wieder auf die Kostenanschläge der
Eisenbahn von Andrèzieux zu kommen, in
welchen der Aufwand für eiserne Schienen,
Untersazstökel und Steinblöke auf



1,041,644 Fr.
sich beläuft, kann ich versichern, daß man
durch Annahme der von mir hier vorgeschlagenen
steinernen Unterlagen das Gewicht der eisernen
Schienen um die Hälfte vermindern, folglich
den Werth derselben auf




365,820 Fr.
herunter bringen, die Stökel ganz weglassen,
und die steinernen Würfel durch eine Lage
von zusammenhangenden Steinen ersezen könnte,
welche auch nicht mehr, also



112,000 Fr.
kosten würden. Man könnte ferner die
auf die Nägel, Befestigung der Schienen und
Ausweichungspläze berechnete Summe auf die
Hälfte, folglich auf



176,313 Fr.
vermindern.
Sonach wäre der ganze Aufwand 654,133 Fr.
statt 1,394,270 Fr.
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Unterschied zu Gunsten der neuen Bauart 740,137 Fr.

Hier zeigt sich also eine Ersparniß von mehr als der Hälfte an den Kosten der Schienen und ihrer Unterlagen; das heißt: man wird die Länge eines Meters, welche dort 20 Fr. 80 Cent, kostet, für weniger als 10 Fr. herstellen können, während dennoch die nöthige Stärke für den öffentlichen Dienst beibehalten wird. Es gibt indessen eine Menge von Umständen, wo man mit noch leichteren Schienen auslangen kann, und ich beziehe mich in dieser Hinsicht auf eine Thatsache, kein bloßes Project, indem ich hier das Detail der Kosten einer Eisenbahn vorlege, welche ich in diesem Augenblik für den Dienst der Gesellschaft der Schmelz- und Hammerwerke von Alais ausführen lasse, wovon ein Theil seit 18 Monaten sehr stark befahren wird, ohne daß die Schienen an ihrer Breite und Stärke nur im Geringsten verloren, und ohne daß sie Furchen in die Felgen der Räder eingeschnitten haben.